1. Fridays for future # 81
    skaergarden
    Die europäischen Grünen sind sich nicht grün Aline.

    "Grünen Fraktion gespalten bis in die Fraktionsspitze

    Dennoch stimmten 46 Grüne dagegen und nur 15 dafür, zwei enthielten sich. Der Riss ging sogar quer durch die Fraktionsspitze: Die Deutsche Ska Keller war für die Resolution, ihr belgischer Co-Fraktionschef Philippe Lamberts dagegen.

    Der Grund war nach Angaben aus Fraktionskreisen nicht etwa, dass das Reduktionsziel von 55 Prozent zu niedrig war - seit vergangener Woche fordern die Grünen ein Minus von 65 Prozent. Nein, es ging um etwas anderes: die Atomkraft".

    https://www.spiegel.de/politik/ausla...a-1298775.html

    Nur "Der Spiegel" beschränkte sich nicht darauf, nur die dpa-Meldung zu veröffentlichen, Chapeau!

    Auf der FB-Seite der Grünen bin ich an meine Grenzen gestoßen, ich weiß nicht, welchen Button ich anklicken soll. ;-)

    Screenshot_20191202-165150.jpg

    Ich versuch's noch einmal, es muss doch auch eine Variante für Deutschsprachige geben.

  2. Fridays for future # 82
    skaergarden
    Der Ökonom Nico Paech fordert ein radikales Umsteuern im Verhalten der Bürger.
    Unabdingbar sei daher nun nicht nur eine Wirtschaft ohne Wachstum, sondern ein Rückbauprogramm. Das sei aber kein Marsch in die Askese oder ins Mittelalter, sondern könne verstanden werden als eine Befreiung vom Überfluss, sagte der Wissenschaftler.

    https://www.welt.de/politik/deutschl...-Vandalen.html

    Eine gute Idee, und die gesparten Euronen - CO2-Besteuerung - könnten bspw. in die Anschaffung von E-Autos investiert werden. Außerdem könnte das E-Mobil dann auch für die Urlaubsreise innerhalb Europas genutzt werden, Laternen zum Aufladen der Autobatterien gibt es in jedem Land zuhauf.

    Der Tag, an dem der Internet-Zugang möglich ist, sollte für die Recherche nach Spediteuren genutzt werden, denn im Falle eines Unfalls mit dem E-Mobil ist der Halter des Fahrzeugs dafür verantwortlich und muss dafür sorgen, dass sein Fahrzeug beim Demontagebetrieb ankommt.

    Der Geschäftsführer des Verbands der Bergungs- und Abschleppunternehmen weiß von vielleicht ein, zwei Betrieben in ganz Deutschland, das Umweltbundesamt war auch überrascht, als es das festgestellt hat. Ob und wie viele Abschleppunternehmen es in dem ausgewählten europäischen Urlaubsland gibt, müsste natürlich auch vorher eruiert werden.

    Aber die Politiker hören nicht auf die Wissenschaftler und sind unablässig dabei, Handelsabkommen abzuschließen, um der Wirtschaft zu noch mehr Wachstum zu verhelfen. Die Bürger profitieren auch von solchen Abkommen, können (und sollen) sie doch zollbefreite Produkte konsumieren, natürlich klimaneutral.

  3. Fridays for future # 83
    skaergarden
    Es werden E-Autos getestet, hauptsächlich um die vom Hersteller angegebene Reichweite zu überprüfen. In welchem Maße aber der Betrieb von Klimaanlage oder Heizung (und die diversen Helferlein) die Reichweite schmälert oder gar der Winterbetrieb, erfährt man nicht. Darüber wird geschwiegen, es ist eh schon schwierig genug, das E-Auto an die Frau und den Mann zu bringen. Mehr Infos dazu hier

    https://www.faz.net/aktuell/wissen/p...15473275.htmlp

    Das Handelsblatt hatte vor 1,5 Jahren die Besteuerung von Autos in der EU verglichen, "satte 413 Milliarden Euro aus Steuern und Gebühren rund um das Automobil sind allein in den EU-15-Staaten, also den Mitgliedern vor der Osterweiterung, zusammengekommen".

    Frankreich z.B. hatte schon 2008 ein Bonus-Malus-System eingeführt, nach dem der Käufer eines Autos mit einem CO-Ausstoß von 185 Gramm oder mehr CO2 pro Kilometer sogar 10.500 Euro zusätzlich zahlen muss. Dieses System spiegelt sich auch im Straßenverkehr wider.

    Der günstigste Dieselpreis liegt aktuell bei etwa 1,45 €, an der Autobahn-Tankstelle in der Regel zwischen 1,60 € und 1,65 €. Kein Wunder also, dass sich die Franzosen vor einem Jahr die gelben Westen überzogen und auf die Straße gingen. (Außerdem sollten die Tarife für Elektrizität und Gas während des Winters angehoben werden). Ich mag die Franzosen. ;-)
    Superbenzin ist etwa 15 Cent/l teurer als Diesel, 1,75 €/l ist schon heftig.

    Der EU-Vergleich zum Nachlesen
    https://www.handelsblatt.com/auto/na...6IYLrJ7S0D-ap1

    Der Bundeshaushalt 2018 hatte ein Volumen von 343,6 Milliarden Euro, insgesamt sind im Bundeshaushalt 2019 Ausgaben in Höhe von ca. 356,4 Milliarden Euro vorgesehen.
    Den größten Anteil an den Steuereinnahmen in der EU-15 hat Deutschland mit 90,5 Milliarden Euro, das sind nicht rund ein Viertel der EU-Gesamtsumme, sondern auch des Bundeshaushalts.

    Eine interne Studie des Umweltbundesamts ist nun publik geworden

    Bis zu 70 Cent mehr pro Liter - So teuer müsste Sprit werden

    Ein Ende jeder Privilegien für Diesel, Dienstwagen und Pendler, ein Tempolimit und höhere Lkw-Maut: Diese Maßnahmen empfiehlt eine interne Studie des Umweltbundesamtes. Nur so könne Deutschland seine Klimaziele einhalten.

    https://www.welt.de/politik/deutschl...it-werden.html

    Und das alles, um die Klimaziele zu erreichen, um unsere 2% am weltweiten CO2-Ausstoß zu reduzieren bzw. um 2050 nahezu klimaneutral zu sein.

  4. Fridays for future # 84
    skaergarden
    Etwas Historie über die Pendlerpauschale

    Der Abzug der Kosten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte wurde bereits um die Jahrhundertwende 1900 erfolgreich vor Gerichten erstritten, denn (so argumentierte z. B. das Preußische Oberverwaltungsgericht) „wenn der Erwerbende sich nicht zu seiner Arbeitsstelle begibt, so verdient er auch nichts“.

    Ab 2007 wurde die Pendlerpauschale wieder gestrichen, das Bundesverfassungsgericht erklärte diese Änderung im Dezember 2008 für verfassungswidrig und forderte eine rückwirkende gesetzliche Neuregelung. Seitdem ist die Pendlerpauschale wieder als Werbungskostenabzug zulässig.

    "Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen", steht so im Einkommensteuergesetz. Nun wollen die UBA-Experten, dass sie erneut gestrichen wird? Experten werden oft als Fachidioten bezeichnet, weil sie durch ihren Tunnelblick die Auswirkungen ihrer Forderungen - in diesem Fall für die Menschen und ihren (erstrittenen) Rechten - überhaupt nicht nachdenken.

    Aber diese Studie des UBA ist nur eine von mehreren Studien zum Thema. Eine kleine Auswahl, und jedes Mal wird ein neuer Buhmann ermittelt.
    "Klimakiller SUV-Boom: Studie malt drastisches Zukunftszenario"

    https://www.fr.de/wirtschaft/suv-tre...-13139502.html

    Dieses Szenario bezieht sich auf SUVs, die weltweit unterwegs sind, und wir sollen uns} diesen Schuh auch noch anziehen? Das Gros der SUVs auf deutschen Straßen haben ein Gewicht zwischen 1400 KG und 1800 KG, und nicht alle SUVs sind geländetauglich, etliche haben überhaupt keinen Vierradantrieb.

    In den USA und im arabischen Raum fahren überwiegend diese fetten Geländewagen rum, diese "Attrappen" der europäischen SUV-Fans würden besagte Klientel keines Blickes würdigen. Die Studien dieser IEA wurden bereits mehrfach von Wissenschaftlern und Verbänden kritisiert, siehe Wikipedia.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Inte...Energieagentur

    Vergessen wir nicht die Studie der Uni Lund, aufgrund derer der "Stern" titelte
    "20 BMW schädigen das Klima weniger als ein Baby"

    Und dann noch eine Studie der Durham University und der Lancaster University, deren Wissenschaftler zu einem Ergebnis kamen, das uns eigentlich nicht überrascht.

    "Das US-Militär - einer der größten Klimasünder in der Welt
    Für die globalen logistischen Lieferketten produziert das US-Militär so viele Emissionen wie Schweden oder Dänemark

    Im Jahr 2017 benötigte das US-Militär jeden Tag etwa 42,9 Millionen Liter Öl, dabei wurden mehr als 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid emittiert".

    https://www.heise.de/tp/features/Das...t-4455925.html

    Anderes Thema: Etwa 35% des deutschen Stroms kommt noch aus Kohlekraftwerken und sollen bis 2038 vom Netz gehen. Bis 2022 sollen auch die letzten sieben AKW, die noch 12% des Stroms liefern, abgeschaltet werden. Eine Frage, die mich beschäftigt, aber bisher in jeder öffentlich geführten Diskussion nicht thematisiert worden ist:

    Wie viele Windräder würden benötigt, um die stillgelegten Kraftwerke ersetzen zu können? Die Tagesschau hat die Frage "Wie viele Windräder können ein AKW ersetzen?" in 2011 beantwortet. Um aktuelle Zahlen zu erhalten, bitte selber umrechnen. ;-)

    https://www.tagesschau.de/ausland/strahlung128.html

    "Überschüssiger Strom wird jeweils als Wasserstoff oder Methan gespeichert und bei Bedarf – Flaute oder Dunkelheit – in Gas- und Dampfturbinenkraftwerken wieder zu Strom gewandelt und eingespeist".
    Und dass bei der Wandlung der überschüssigen elektrischen Energie in Methan und zurück in elektrische Energie rund 70 % der Energie verloren gehen, muss nicht erwähnt werden?

    Wieviel Fläche eine WKA je nach Rotordurchmesser benötigt, ist in einer Tabelle erfasst.

    http://www.windenergie-im-binnenland...nverbrauch.php

    65.000 Windräder wären notwendig, um Deutschland bis zum Jahr 2050 auf erneuerbare Energie umzustellen. Aber diverse Forscher, Institute und Verbände kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, je nachdem welchen Strombedarf sie prognostizieren, wie sie das Sparpotenzial einschätzen, welche Strom-Importmengen sie ansetzen, welche Technologien sie erwarten und vieles mehr.

    https://www.geo.de/natur/nachhaltigk...gt-deutschland

    Im Juni gab es einen Engpass in der Stromversorgung in Deutschland, zum Glück kamen uns unsere europäischen Nachbarn zu Hilfe. An drei Tagen stand weniger Strom zur Verfügung, als benötigt wurde. Das hatte zu einem Absinken in der Netzfrequenz im gesamten europäischen Verbundnetz geführt.
    Und bereits im Januar stand Europas Stromnetz kurz vor dem Blackout
    Hintergrund

    https://www.manager-magazin.de/unter...a-1248733.html

    Wer genug alternative Leuchtmittel im Haus hat und einen Kamin/Herd mit Holzscheiten befeuern kann, braucht einen Blackout während der Energiewende nicht zu fürchten. ;-)

    In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und alles Gute für 2020.

  5. Fridays for future # 85
    Aline
    Heute im Fernsehen gesehen und hier der Bericht dazu:

    https://www.welt.de/vermischtes/arti...hes-Leben.html

    Sigrid, wieviele Punkte hast du schon erreicht? Reicht es schon für eine "grüne" Hausnummer?

    Ich sag nur: Öko-Diktatur!! Wir bewegen uns mit Riesenschritten darauf zu. Mein Gott, wer macht diesem Irrsinn ein Ende.....

  6. Fridays for future # 86
    Hochländer
    Hej,
    das wird immer mehr wie früher im Osten. Da gab es die Goldene Hausnummer für besonders aktive Hausgemeinschaften.
    In unseren Kreisen konnte man allerdings punkten, wenn man nicht in solchem Haus wohnte. Die Bekloppten werden immer mehr.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Goldene_Hausnummer
    j.

  7. Fridays for future # 87
    Aline
    Interessant zu wissen wäre, was denn passiert, wenn man keinerlei Punkte erreicht???? Wird man dann irgendwann öffentlich angeprangert , hat man wohlmöglich Nachteile bei der Vergabe von Studien- oder Kitaplätzen, muss man irgendwann einen Button mit der Aufschrift "Ich bin eine Umweltsau" tragen..... ich mag das gar nicht zu Ende denken

    Hochländer, wie war's im Osten? Hatte man irgendwelche Nachteile oder andersrum, hatte man gewährte Vorteile durch eine goldene Hausnummer?

  8. Fridays for future # 88
    Hochländer
    Nee, nicht das ich wüßte, bzw. mich daran erinnern kann.
    Wenn du allerdings an solchem Haus vorbeigegangen bist, hast du es unmerklich für dich eingeordnet, jedenfalls ging es mir so.
    j.

  9. Fridays for future # 89
    skaergarden
    Ich denke, dass ich genauso viele Punkte wie du gesammelt habe Aline. ;-)

    Da sitzen sog. Volksvertreter in Rathäusern und wollen das ihrer Ansicht nach (notwendige) umweltfreundliche Verhalten ihrer Bürger mit einem grünen Hausnummernschild belohnen. Und es gibt tatsächlich Wahlberechtigte, die diese Aktion ganz toll finden und mitmachen, weil sie keine CO2-Verbraucher mehr sein wollen?

  10. Fridays for future # 90
    assplusc
    Sigrid,
    CO2-Verbraucher sind Pflanzen, Menschen atmen CO2 aus(Stoffwechsel) und tragen zur CO2-Erzeugung z.B. über Konsum, Mobilität, Internetnutzung und Heizung bei.
    Geändert von assplusc (14.12.2019 um 19:39 Uhr)

  11. Fridays for future # 91
    skaergarden
    Helmut, du weißt es, ich weiß es und viele andere auch, bloß nicht Olaf Scholz, ich zitiere ihn noch einmal:

    "Wichtig ist, dass alle wissen: Auf lange Sicht wird es teurer, CO2 zu verbrauchen, sodass sie jetzt die richtigen Entscheidungen treffen und ihre eigenen Möglichkeiten besser nutzen".

    ......... "als dass jetzt in Zukunft die ganze Welt mit Autos vollgestellt wird, mit dem CO2- Verbrauch, wie wir ihn auch schon in den letzten Jahren in Deutschland, in Europa, in den USA, in Japan und in Australien hatten. Dann gäbe es nämlich keine Luft zum Atmen mehr".

    https://www.bundesregierung.de/breg-...cholz--1670366

    Der letzte Satz toppt das ganze noch.

    Ganz zu schweigen von dem Unsinn, den Robert Habeck (Pendlerpauschale) sowie Annalena Baerbock (Recycling von Kobolden) von sich gegeben haben und trotzdem von ihren Fans gefeiert werden.

    Dieses wissensfreie Geplauder von Politikern in Führungspositionen wird geflissentlich überhört, geduldet. Dass sich jetzt aber auf kommunaler Ebene bei den Stadträten die Überzeugung durchgesetzt hat - durch Abarbeitung einer bis zu 51 Kriterien umfassenden Liste - ihre Gemeindemitglieder erfolgreich umerziehen zu können, weil sie als Anreiz ein kleines grünes Hausnummernschild erhalten werden, haut dem Fass den Boden aus. Daran sind wir aber nicht ganz unschuldig, unser passives Verhalten inspiriert :-) zu immer größerer Entmündigung und Bevormundung.

    Und in diesem Kontext wollte ich meine nicht wirklich ernst gemeinte Frage "Und es gibt tatsächlich Wahlberechtigte, die diese Aktion ganz toll finden und mitmachen, weil sie keine CO2-Verbraucher mehr sein wollen?" verstanden wissen. ;-)

    Greta's getwittertes Foto im Zug der Deutschen Bahn hat erwartungsgemäß eine Diskussion ausgelöst. Es wird allerdings nicht darüber gerätselt, wie die vielen Gepäckstücke um Greta drumherum von A nach B gekommen sind. Auf dem Kat ist für deren Unterbringung kein Platz gewesen. Wer mag, kann sich Bilder des Kats/der Kabinen anschauen, die nach dem Text folgen.

    http://www.actunautique.com/2015/05/...nce-un-7x.html

  12. Fridays for future # 92
    Aline
    Greta selbst ist per 1. Klasse in den Zügen gereist. Es bleibt nur ein Rätsel, wie sie an den entsprechenden Tagen durch Frankreich gekommen ist. Frankreich hatte zu der Zeit einen streikbedingten totalen Eisenbahnerstreik....

  13. Fridays for future # 93
    skaergarden
    In einem Tesla nach Turin, Streik teilgenommen, mit dem Zug nach Basel und weiter durch Deutschland?

    Arni hatte ihr für ihre Nordamerika-Tour einen Tesla Model 3 zur Verfügung gestellt.

  14. Fridays for future # 94
    skaergarden
    https://www.daserste.de/information/...iesel-122.html

    Wieder ein Test von Dieselfahrzeugen, diesmal von der Prüforganisation "Emissions
    Analytics" in Großbritannien durchgeführt. Und selbst der BUND bewertet die neuen Euro-6-Fahrzeuge als positive Entwicklung.

    Und wieder heißt es, der Diesel sei umweltfreundlicher als der Benziner und obendrein reinige er unsere Luft.
    Wir sollen auf E-Autos umsteigen, aber warum weigern sich unsere Minister und Staatssekretäre, rein elektrisch angetriebene Dienstfahrzeuge anzuschaffen?

    https://www.handelsblatt.com/unterne...S3yYVH9YEZ-ap3

    Unsere Kanzlerin hielt vor dem Europäischen Rat eine Rede, Tenor: Wir wollen, zum Beispiel im Klimaschutz, Vorbild für andere sein. Unsere Kanzlerin kann sich nicht vorstellen, dass ihre Vorgehensweise als Bevormundung verstanden wird und die beabsichtigte Lenkungswirkung ausbleibt.

    Eine Umfrage (Wie sieht die Welt die deutsche Energiewende?) des Weltenergierats kommt zu dem Ergebnis, dass nur 11 % der weltweit befragten Experten die deutsche Energiewende als Blaupause für die Welt betrachten.

    https://www.weltenergierat.de/publik...print-umfrage/

  15. Fridays for future # 95
    skaergarden
    Die Naturschützer halten sich seit der Klimawandel-Diskussion zurück, nur dann, wenn neue WKA aufgestellt werden sollen, unterstützen sie ggfs. die WKA-Gegner.

    Nun wurde der Vorstand der "Deutschen Wildtier Stiftung", der ehemalige Hamburger Umweltsenator Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, kurzfristig zum 31. Dezember gefeuert. Wenn man die Laudatio für Vahrenholt liest, fragt man sich, wie gravierend die unterschiedlichen Vorstellungen über die Positionierung der Stiftung in der aktuellen klimapolitischen Diskussion sein muss, die zu einer so kurzfristigen Trennung führte.

    https://www.deutschewildtierstiftung...es-praesidiums

    Vahrenholt hatte die Klimaerwärmung und die Notwendigkeit, von Menschen verursachte CO2-Emissionen zu reduzieren, ausdrücklich bestätigt. Er schrieb aber unter Berufung auf Wissenschaftler, dass „eine Zielzahl Netto-Null für die CO2-Emission global überhaupt nicht erforderlich ist“. Nach einer von ihm durchgeführten Modellrechnung sei es „ausreichend, wenn die globale Emission ab 2030 bei 45 Mrd. Tonnen jährlich eingehalten und nicht überschritten wird“.

    https://www.welt.de/politik/deutschl...t-den-Job.html

    Man darf in Deutschland alles sagen, außer..............Tendenz steigend.

  16. Fridays for future # 96
    skaergarden
    Uns wurde von den Medien vorgerechnet, wieviel uns das Klimapaket kosten wird.

    https://www.focus.de/finanzen/news/c..._11450520.html

    Ein Passat Diesel wird mit einem Verbrauch von 4,5 l auf 100 km, der Teufel steckt doch immer im Detail. An einer Erhöhung der Kfz-Steuer wird auch schon gebastelt.
    Dass wir als Verbraucher auch die CO2-Mehrkosten der Wirtschaft aufgebrummt bekommen werden, also eine Teuerung der allgemeinen Lebenshaltungskosten schultern werden müssen, wird nicht erwähnt.

    Los geht es mit der Erhöhung der Preise der Öffis im kommenden Jahr, also schon vor Einführung der CO2-Steuer.

    "Ausgleich für gestiegene Kosten

    Tickets im Nahverkehr werden in vielen Städten teurer
    Bahnfahren wird im neuen Jahr billiger - aber nur im Fernverkehr. Doch die tägliche Fahrt mit Bus und Bahn zur Arbeit und zum Einkaufen wird teurer. Eine Stadt in Bayern allerdings macht es ganz anders".

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/so...a-1303027.html

    SPON hätte auch schreiben können, warum Augsburg es ganz anders macht.

    "Nun kommt er doch: Der kostenlose ÖPNV. Nachdem sich die von der Bundesregierung vorgestellten Modellkommunen weigerten, wird Augsburg den Test starten. Ende 2019 soll es losgehen".

    https://kommunal.de/der-kostenlose-nahverkehr-kommt

  17. Fridays for future # 97
    skaergarden
    Das Klimapaket ist in trockenen Tüchern und Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg wurde wie geplant am 31.12.2019 abgeschaltet. Er hatte etwa 13 Prozent des Stromverbrauchs in Baden-Württemberg abgedeckt. Ersetzt werden soll diese Menge nun durch erneuerbare Energien, vor allem aber durch weitere Stromimporte.

    Der wissenschaftliche Berater von Greta, Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimaforschung, der bereits vor der Jahrtausendwende vorausgesagt hatte, dass sich der Golfstrom als Folge des globalen Klimawandels abschwächen oder gar versiegen könnte, erhielt für diese Erkenntnisse bereits 1999 den mit einer Million Dollar dotierten „Jahrhundertpreis“ der amerikanischen James-S.-McDonnell-Stiftung.

    Eine neue Studie wurde 2017 publiziert. "Die Vorhersage dieser Studie ist, dass die Temperaturen bis um drei Grad in Europa sinken würden, wenn der Golfstrom zum Stehen käme. Besonders betroffen wären Frankreich, Irland, Großbritannien und Skandinavien".

    https://www.mdr.de/wissen/golfstrom-102.html

    Bislang konnte jedenfalls eine Abschwächung des Golfstroms, oder wissenschaftlich genauer: der atlantischen meridionalen Umwälzzirkulation (Amoc), nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

    Und nun das: Forscher um X. Chen präsentieren 2018 in „Nature“ eine Studie, wonach eine Abschwächung der Amoc weltweit zu einem starken Anstieg der globalen Oberflächentemperaturen führen würde.

    Prof. Stefan Rahmstorf war not amused ob dieser Erkenntnisse, und selbst "wenn der Mechanismus grundsätzlich stimmen sollte, sei die Prognose der Forscher für die kommenden zwei Jahrzehnte „reine Spekulation“, kontert Rahmstorf.

    https://www.welt.de/wissenschaft/art...-versiegt.html

    Eine kurze Zusammenfassung der Studie "Global surface warming enhanced by weak Atlantic overturning circulation" (Die globale Erwärmung der Oberfläche wird durch eine schwache Umwälzung des Atlantiks begünstigt)

    https://www.nature.com/articles/s41586-018-0320-y

    Ein weiteres Unheil steht bevor, denn "2020 droht wieder Extremwetter durch El Niño"
    Kommendes Jahr könnte ein El Niño wieder das Wasser im Pazifik aufheizen und der Welt neue Temperaturrekorde bescheren. Forscher spekulieren, ob das Phänomen in Zukunft auch im Indischen Ozean auftritt.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...a-1300663.html

    Da werden die Klimamodelle ordentlich zu tun haben, um zu ermitteln, wer was und wieviel verursacht haben könnte.

  18. Fridays for future # 98
    skaergarden
    Ein Artikel des Aftonbladet, der im Dezember 2019 erschien, überraschte mit der Höhe des Pro-Kopf-Ausstosses an CO2 eines durchschnittlichen Schweden.

    "Sicherlich hat das Bewusstsein für das Thema Klima zugenommen, nicht zuletzt im Zuge der weltweiten Schulstreiks, die Fridays for Furture weiterhin jeden Freitag veranstalten. Aber der durchschnittliche Schwede stößt immer noch ungefähr 10 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus. Nur wenige können sich vorstellen, was die notwendige Umstellung auf 1 Tonne und letztendlich die Vermeidung von Treibhausgasemissionen in der Praxis bedeuten wird".

    https://www.aftonbladet.se/debatt/a/...-klimatpolitik

    Trotz der CO2-Steuer, die Schweden 1991 einführte, verursachen die Schweden nahezu gleich viel CO2 wie der durchschnittliche Deutsche.

    In den sozialen Medien und Kommentaren zu Zeitungsartikeln wurde Greta des Öfteren empfohlen, bspw. mal nach Indien zu pilgern, um dort ihre Forderungen an Politik und Wirtschaft zu stellen. Ich habe mich vom Sofa aus nach Indien begeben und speziell nach Informationen über die CO2-Schleudern schlechthin gesucht und bin auf folgenden Bericht gestoßen:

    Backpulver statt Abgase
    Indien besitzt das erste Kohlekraftwerk, das kein Co2 in die Luft pustet
    05.01.2017 - Finanzen100

    https://www.finanzen100.de/finanznac...391333_364882/

    In den vergangenen Wochen habe ich Antworten auf meine Fragen zum Klimawandel gesucht und größtenteils gefunden. Die rein auf den Klimawandel bezogenen ermittelten Ergebnisse haben mich nicht großartig vom Hocker gerissen, dass aber Politiker trotz ihrer Ahnungslosigkeit gehuldigt werden, beunruhigt mich etwas.
    Alles Gute für 2020, ob mit oder ohne (E-)Auto, Fleisch, Urlaub oder Job. ;-)

  19. Fridays for future # 99
    Aline
    Auch dir noch ein gutes neues Jahr, Sigrid. Und natürlich mit vielen neuen Berechnungen...

    In dieser Woche treffen sich ja jetzt die Politiker, die Top-Manager, die Wissenschaftler oder wie sie sich gern selbst benennen, die Elite der Welt, in Davos/Schweiz zum Weltwirtschaftsforum. Und zu diesem mittlerweile 50. Treffen sollen dieses Jahr auch "Fragen der sozialen Verantwortung und des Klimaschutzes diskutiert werden.
    Super! Und wie reist man da standesgemäß am besten an?
    Aber klaro doch, im eigenen Flieger!! Die Flughäfen in Zürich, Basel und auch Friedrichshafen bersten in diesen Tagen vor größeren und kleineren Privatfliegern. Man gönnt sich ja sonst nichts
    Aber du, der du dies liest, fährst gefälligst mit dem Zug, dem Fahrrad oder läufst am besten gleich zu Fuß. Denn DU machst das Klima kaputt

  20. Fridays for future # 100
    skaergarden
    Ich werde keine neuen Berechnungen mehr erstellen Aline, stattdessen werde ich mich zurücklehnen und hoffen, dass die Verantwortung zur Umsetzung der Maßnahmen zur Abwendung des Klimawandels nächstes Jahr denen übertragen wird, die seit Monaten die Tatenlosigkeit der Regierungen kritisieren. ;-)

    Besonders spannend und lebhaft könnte die Zusammenarbeit mit XR werden, und die schulpflichtigen Teilnehmer der fff-Bewegung müssten freitags nicht mehr die Schule schwänzen, wenn die Tonne CO2 endlich 180,00 EUR kostet.

    Hoffentlich dauert die Einigung der beiden Aktivisten-Gruppen darüber, ob Nettonull 2035 (fff) oder bereits schon 2025 (XR) erreicht werden muss, nicht allzu lange.

    Dabei sollten diejenigen, die uns endlich in eine bessere und zukunftsträchtige Welt führen wollen, die in einer neuen Studie von Forschern benannten sechs Kipppunkte, mit denen das Null-Emissionen-Ziel sprunghaft erreicht werden könnte, berücksichtigen.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...2-5773cf799a06

    Die Kohorten-These der Studienautoren dokumentiert ihre Arroganz und Impertinenz gegenüber der Bevölkerung, Menschen(gruppen), die kaum noch zu überbieten ist. Einen so groß angelegten Feldversuch mit Fleckvieh einer Gesellschaft durchzuführen, hat sich noch kein anderer Staat zugetraut.

    Trotzdem, drücken wir den Klimakundigen die Daumen, dass sie bald die Möglichkeit haben werden, Regierungsverantwortung übernehmen zu können, damit sie sich beweisen können. Insbesondere sollte Experten Regierungsverantwortung übertragen werden, denn den 20.000 Mitarbeitern unserer zeitigen Regierung scheint es am notwendigen Sachverstand zu mangeln, so dass die Minister schon seit Jahren gezwungen sind, millionenschwere Beraterverträge mit Profis wie McKinsey, KPMG und Co. abschließen zu müssen, um Entscheidungen treffen zu können. ;-)

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