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  1. Polizeieinsatz in Bibliothek # 1
    skaergarden

    Polizeieinsatz in Bibliothek

    Bereits im September wurde die Polizei von einem besorgten Bibliotheksbesucher gerufen. Der Grund:

    Die Kinder einer Vorschulgruppe lauschten einer Pippi Langstrumpf-CD in einer alten (noch nicht umgeänderten) Fassung, in der Pippis Vater als "Negerkönig" bezeichnet wird. Der über die "hets mot folkgrupp" aufgebrachte Bürger verständigte deswegen die Polizei, zumal in der Gruppe auch Kinder mit Migrationshintergrund waren.

    https://www.thelocal.se/20171105/pol...ng-stories/amp

    Großes Bedauern seitens der Verantwortlichen von Kita und Bibliothek, allerdings ist die Leiterin der Bibliothek der Meinung, dass eine Bibliothek die Literatur nicht nach der aktuellen Wertbasis aussuchen sollte.
    https://www.expressen.se/gt/pippi-sa...ans-sagostund/

    Recht hat sie, denn andernfalls müsste die gesamte Weltliteratur nach diskriminierenden Inhalten durchsucht und "verbrannt" werden. ;-)

    So gibt es keine Negerküsse mehr und auch der Schokoladen-Sarotti-Mohr wurde 2004 gegen den "Sarotti-Magier der Sinne“ auf der Verpackung ausgetauscht, der nun eine goldfarbene Hautfarbe hat, weil manche Zeitgenossen in der "Figur des Dieners rassistische Stereotype" sahen, und

    der Begriff "Neger" (von französisch nègre, spanisch negro, lateinisch niger für „schwarz“) ist eine im 17. Jahrhundert in die deutsche Sprache eingeführte Bezeichnung, die auf eine dunkle Hautfarbe der Bezeichneten hinweist. (Wikipedia)

    Auch hier wird "schwarz" einfach in "dunkel" umgedeutet, denn außer schwarz gibt es noch andere dunkle Farben. Und wie erklären Eltern ihren Kindern im Vorschulalter, dass "schwarz" nicht in jedem Fall auch schwarz bedeuten muss?

    Generationen von Kindern, die mit Negerküssen und dem Sarotti-Mohr aufgewachsen sind, haben mit Sicherheit keinen diskriminierenden Hintergrund dieser Bezeichnungen wahrgenommen, den einige Erwachsene zu einem solchen umdefiniert haben.
    Bei diesen schwedischen Vorschulkindern wird sich wegen dieser CD mit Sicherheit keine volksverhetzende, rassendiskriminierende Einstellung gegenüber Kindern in ihrer Gruppe mit anderer Hautfarbe entwickeln, erst die Erwachsenen werden sie darauf "sensibilisieren". Sinnvoller wäre es, Kindern zu erklären, warum es Menschen mit dunkler Hautfarbe gibt.

  2. Polizeieinsatz in Bibliothek # 2
    Charlie
    Als ob es in dieser Welt keine anderen Probleme geben würde.....

    Recht hat sie, denn andernfalls müsste die gesamte Weltliteratur nach diskriminierenden Inhalten durchsucht und "verbrannt" werden. ;-)

    Generationen von Kindern, die mit Negerküssen und dem Sarotti-Mohr aufgewachsen sind, haben mit Sicherheit keinen diskriminierenden Hintergrund dieser Bezeichnungen wahrgenommen, den einige Erwachsene zu einem solchen umdefiniert haben.

  3. Polizeieinsatz in Bibliothek # 3
    schaurein
    Ja so ist es und es wird noch schlimmer werden !

  4. Polizeieinsatz in Bibliothek # 4
    leffti
    Weihnachten wird in "Zuckerfest" umbenannt,so wie man es in Syrien nennt!

  5. Polizeieinsatz in Bibliothek # 5
    Aline
    Fällt in die gleiche Kategorie:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-15184693.html

    Wie sagt man denn nun korrekt zu "Negerküssen"?

  6. Polizeieinsatz in Bibliothek # 6
    skaergarden
    Schaumküsse?

    Zitat aus dem FAZ-Artikel

    „Es ist sehr traurig, dass wir soweit gekommen sind, in einem christlichen Land unsere Religion zu verstecken.“ Man unterstütze doch auch Muslime und lasse Moscheen bauen".

    Problem erkannt?

    Schon seit langer Zeit werden zunehmend immer mehr Worte - die als Bestandteil einer Sprache doch dazu dienen sollen, sich sinnvoll unterhalten zu können - meinungsprägend oder voruteilsbehaftet verwendet. Die eigentliche Aufgabe der Worte ist doch aber die Diskrimination.

    Nach Wikipedia beschreibt der Begriff Diskrimination (von lateinisch discriminare „trennen“, „absondern“, „unterscheiden“) die Unterscheidung, den Unterschied oder das Unterscheidungszeichen.

    Der Begriff Diskriminierung (lat. discriminare „trennen, unterscheiden, eine Unterscheidung treffen“) hat dieselbe Wortherkunft - hat meistens aber eine negative Bedeutung zugewiesen bekommen - und den Begriff Diskrimination heute weitgehend verdrängt.

    Weiter heißt es, dass anstatt des Wortes Diskriminierung das Wort Differenzierung gebraucht wird, wenn man Diskriminierung in neutraler Bedeutung verwenden will.

    Differenzierung wiederum bedeutet (von lateinisch differentia „Unterschied, Verschiedenheit“).
    Das Wort Differenzierung ist u.a. ein Begriff aus der Didaktik und bezeichnet nach aktueller Definition "die Bemühungen, durch organisatorische und methodische Maßnahmen den individuellen Begabungen, Fähigkeiten, Neigungen und Interessen einzelner Schüler oder Schülergruppen innerhalb einer Schule oder Klasse gerecht zu werden".
    Alles klar? ;-)

    Inzwischen sollten wir - Deutsche wie Schweden - Begriffe wie "Neger, Eskimo oder Zigeuner" nicht gebrauchen, da allesamt einen diskriminierenden Charakter (zugeordnet bekommen) haben. Eine zum Thema passende geistreiche Abhandlung hat eine Autorin dazu verfasst. https://www.welt.de/print/die_welt/d...cht-sagen.html

    Worte wie Diskrimination werden gezielt verdrängt und durch andere Begriffe, die inhaltlich eine Meinung verbreiten, ersetzt. Was will man damit bezwecken?

    Mit der Fähigkeit zur Diskrimination beginnt jeder Denkprozess, also mit der Fähigkeit zur Unterscheidung von Unterschiedlichem. Nur so kann man zu Erkenntnissen gelangen und sich ein Urteil bilden. Schon Kant hatte erkannt, Zitat

    „Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen“.

    Nach Kant kann man den Verstand lehren, nach Regeln zu denken, eine Frage der Verstandesfunktionen. Eine akademische, universitäre, wissenschaftliche Bildung eines Menschen lässt also nicht zwingend Rückschlüsse auf seine Intelligenz zu. Das erklärt auch, dass wir nicht selten auf gelehrte Menschen mit eingeschränkter Intelligenz treffen. So betrachtet erübrigt sich die häufig gestellte Frage: Sind unsere Politiker eigentlich so dumm.......? ;-)

  7. Polizeieinsatz in Bibliothek # 7
    skaergarden
    Die Kinder einer Vorschulgruppe lauschten einer Pippi Langstrumpf-CD in einer alten (noch nicht umgeänderten) Fassung, in der Pippis Vater als "Negerkönig" bezeichnet wird.
    Durch welchen Begriff wurde denn "Negerkönig" in der umgeänderten Fassung ersetzt?

    In Deutschland wurde "Negerkönig" durch "Südseeherrscher" ersetzt, sagte ein deutscher Schauspieler, der von seinen Freunden Mokkatässchen genannt wird, in einem Intervieuw. Viel Diskussionsstoff lieferte der Autor mit seinem "Handbuch für Negerfreunde" wegen rassistischer Inhalte. http://www.sueddeutsche.de/panorama/...herz-1.2008172

    Aber "Südseeherrscher" war früher ein diskriminierendes Schimpfwort für Menschen, die entrechtet, versklavt und ermordet wurden. Der Kampf um die politische Gleichstellung der damals als "Südseeherrscher" verunglimpften Mitmenschen hat Jahrhunderte gedauert".
    Der Stuttgarter Thienemann-Verlag hingegen hat sich dazu entschlossen, aus den Kinderbüchern die umstrittenen Wörter "Südseeherrscher" und "Südseeherrscherlein" ersatzlos zu streichen. http://www.swp.de/goeppingen/lokales..._-6744106.html

    "Mit der Zeit ist aber die Einsicht gewachsen, dass die Authentizität des Werks der sprachlichen Weiterentwicklung untergeordnet werden muss".

    Es ist also legitim, die sog. sprachliche Weiterentwicklung (im Sinne der politischen Korrektheit) Sinn und Inhalt von Schriften verändern zu können.
    Da drängt sich doch die Frage auf, wie viele Bücher - vor allen Dingen verstorbener Autoren - vor Ausgabe einer neuen Auflage zum Korrekturlesen herangezogen wurden.

  8. Polizeieinsatz in Bibliothek # 8
    Aline
    Zitat Zitat von skaergarden Beitrag anzeigen
    gedauert".
    "Mit der Zeit ist aber die Einsicht gewachsen, dass die Authentizität des Werks der sprachlichen Weiterentwicklung untergeordnet werden muss".

    Es ist also legitim, die sog. sprachliche Weiterentwicklung (im Sinne der politischen Korrektheit) Sinn und Inhalt von Schriften verändern zu können.
    Da drängt sich doch die Frage auf, wie viele Bücher - vor allen Dingen verstorbener Autoren - vor Ausgabe einer neuen Auflage zum Korrekturlesen herangezogen wurden.
    Dann sollten die "Verantwortlichen" für solchen Quatsch am besten bei der Bibel anfangen. Da könnte man einiges "der sprachlichen Weiterentwicklung" anpassen.......

  9. Polizeieinsatz in Bibliothek # 9
    rudi
    Welche staatliche Institution hat denn wann festgelegt und gesetzlich verankert was Heute politisch korrekt ist?
    Ich werde auch weiterhin die althergebrachten Ausdrücke verwenden.

  10. Polizeieinsatz in Bibliothek # 10
    Aline
    Na in D haben sicherlich die Grünen ihren Anteil daran...

  11. Polizeieinsatz in Bibliothek # 11
    Hexenhäuschen
    Ich finde das Ganz völlig unsinnig und absurd.

    Hexenhäuschen

  12. Polizeieinsatz in Bibliothek # 12
    skaergarden
    In den 1980er Jahren hatte sich an den Universitäten in den USA eine Bewegung gebildet, die eine politisch korrekte Sprache forderte. Die Bevölkerung sollte durch die „Political Correctness“ dafür sensibilisiert werden, dass unangemessene Wörter andere Menschen verletzen können. Ende der 1980er sorgte dann die Presse für die Verbreitung der Idee in unserem Land.

    Es sind die Sprach- und Kulturwissenschaftler an unseren Universitäten, die auf den verletzenden Charakter diskriminierender Begriffe hinweisen. Das hauptberufliche wissenschaftliche und künstlerische Personal der Hochschulen sind Beamte, und von Beamten wird erwartet, dass sie sich gegenüber dem Staat loyal verhalten. ;-)

    Dann gibt es noch "Neue Deutsche Medienmacher", ein Zusammenschluss von Multi-Kulti-Journalisten, die auf die richtige Wortwahl im öffentlichen Diskurs achten.

    Für die Öffentlich Rechtlichen hat die ARD eine vertraulich gehaltene Sprachregelung für ihre Mitarbeiter herausgegeben.

    Alles, was man sich erdenken/ausdenken kann ist möglich.
    In George Orwells Roman "1984", wird eine vorgeschriebene konstruierte Sprache namens "Neusprech" - aha, daher stammt der Begriff :o) - von einem diktatorisch herrschendem Regime eingesetzt, um die Kommunikation und das Denken der Bevölkerung zu kontrollieren. Dieser Roman erschien bereits 1949!

    Achtung, "Flüchtlinge" sollte man auch nicht mehr als Flüchtlinge bezeichnen, denn

    "Mehr und mehr Engagierte verwenden den Begriff „Geflüchtete“. Denn das Wort „Flüchtling“ ist angeklagt. Der Vorwurf lautet: Das Wort habe eine bedenkliche Wortstruktur, deren Endung ‑ling sich in vorwiegend negativ konnotierten Wörtern (Fiesling, Schreiberling) wiederfinde." https://www.proasyl.de/hintergrund/s...-gefluechtete/

    Unsere Sprachwächter und Gutmenschen sind seit 2015 so richtig in Fahrt gekommen und dabei, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
    Dieses ständige Einfordern einer korrekten Sprache ist schon grenzwertig, Sprechverbote und Zensur einer anderen Art?

    Übrigens: Es kann nur eine "Gruppe, die sich durch irgendein festes äußeres oder inneres Unterscheidungsmerkmal als äußerlich erkennbare Einheit heraushebt" beleidigt werden, nicht aber ein ganzes Volk. Deswegen dürfen Deutsche ungestraft als Köterrasse bezeichnet werden. https://www.welt.de/regionales/hambu....html#Comments

    Wo bleibt da die politische Korrektheit, denn "Köter" ist doch eine abwertende Bezeichnung.......oder nicht?

  13. Polizeieinsatz in Bibliothek # 13
    Chromix
    Das Wort "Autobahn" ist ja auch ziemlich bedenklich .....

  14. Polizeieinsatz in Bibliothek # 14
    Aline
    Also ich kann mich noch erinnern, dass es einmal einen Bundespräsidenten Heinrich Lübke gab, der bei einem Staatsbesuch in Westafrika gesagt haben soll:
    „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger“

    Solche Sätze waren damals ein gefundenes Fressen für politische Kabarettshows, man hat darüber gelacht und niemand hat dadurch einen Knacks bekommen, weil er diesen Satz gehört hat.
    Wo ist die Lässigkeit, die Unbekümmertheit geblieben, über solche Dinge (und erst recht in Klassikern der Literatur!) hinweg zu sehen, sie einfach als gegeben zu ihrer Zeit anzusehen und fertig. Warum muss alles durch den Dreck gezogen werden, warum muss hinter jedem harmlosen Begriff/Satz ein Risiko für Leib, Leben und Psyche stecken, warum muss aus allem ein Problem gemacht werden?

  15. Polizeieinsatz in Bibliothek # 15
    RüLo
    Zitat Zitat von skaergarden Beitrag anzeigen
    .... Das hauptberufliche wissenschaftliche und künstlerische Personal der Hochschulen sind Beamte,........
    So ein Quatsch,
    schon 2011 waren nur noch 13% der an Hochschulen Beschäftigten Beamte.

  16. Polizeieinsatz in Bibliothek # 16
    Vinbergssnäcka
    Haha, die Begründung mit der endung auf ling ist ja klasse....darf ich meinen Mann dann auch nicht mehr Liebling nennen, weil er das falsch verstehen könnte?


    Skickat från min iPad med Tapatalk

  17. Polizeieinsatz in Bibliothek # 17
    Hochländer
    Zitat Zitat von Aline Beitrag anzeigen
    Wo ist die Lässigkeit, die Unbekümmertheit geblieben, über solche Dinge (und erst recht in Klassikern der Literatur!) hinweg zu sehen, sie einfach als gegeben zu ihrer Zeit anzusehen und fertig. Warum muss alles durch den Dreck gezogen werden, warum muss hinter jedem harmlosen Begriff/Satz ein Risiko für Leib, Leben und Psyche stecken, warum muss aus allem ein Problem gemacht werden?
    Genau, das ist die Frage! Wenn das alles nicht so bedrückend wäre, könnte man sich Ausschütten vor Lachen über diese Absurditäten. Dazu der ganze Genderwahnsinn.
    Schlimm ist es an Hochschulen und Universitäten, Hochschullehrer werden zur Schnecke gemacht wenn sie sich dem Diktat der alles verändern Wollenden widersetzen.
    in Berlin sollen reihenweise Strassen umbenannt werden, Museen sind verunsichert weil immer irgend jemand an den Ausstellungen etwas auszusetzen hat.
    Die Leute haben einfach zuviel Zeit sich mit solchem Irrsinn zu beschäftigen. Wenn jemand arbeitet und eine Familie hat, hat er sicher keine Zeit und Lust sich mit diesen ganzen Verrücktheiten zu beschäftigen,
    j.

  18. Polizeieinsatz in Bibliothek # 18
    skaergarden
    Zitat von skaergarden
    .... Das hauptberufliche wissenschaftliche und künstlerische Personal der Hochschulen sind Beamte,........
    Zitat Zitat von RüLo Beitrag anzeigen
    So ein Quatsch,
    schon 2011 waren nur noch 13% der an Hochschulen Beschäftigten Beamte.
    Denkˋ über deinen Kommentar noch einmal in Ruhe nach, dann wirst du sicherlich feststellen, dass dein Kommentar Quatsch ist. ;-)

  19. Polizeieinsatz in Bibliothek # 19
    rudi
    Ist es so politisch korrekt?
    Ich war am Sonntag mit meiner lieben Frau in der Operette der Sintibaron.
    Anschließend waren wir noch Essen. Es gab ein Romaschnitzel mit Sintisoße. (Oder war es umgekehrt?)
    Dann waren wir noch in einem Tanzlokal. Es spielt eine Romakapelle. Leider nicht immer politisch korrekt.
    Spielten sie doch glattweg das Lied von Alexandra: Zigeunerjunge.
    Der Sintiprimas spielte auch auf der Geige das bekannte Lied: Komm Zigan.
    Er bekam trotzdem ein gutes Trinkgeld.

  20. Polizeieinsatz in Bibliothek # 20
    tommy

    Negerkuss

    wird zu: Kuss mit Migrationshintergrund

  • skaergarden22.11.2017, 07:37

    Zitat Zitat von Änglalik Beitrag anzeigen
    Da kann ich Vinbergssnäcka nur zustimmen!

    Schon samnytt.se (früher:avpixlat.se) als ein Sprachrohr der rechtspopulistischen Schwedendemokraten ist gruselig. Aber friatider.se ist nun wirklich ein tiefer Griff in die braune Brühe... Ein paar kurz gefaßte Hintergrundinformationen finden sich hier: https://www.expressen.se/nyheter/4-s...hover-du-veta/

    Dass skaergarden etwas gelernt hat aus ihren Quellen kann man schon an der Überschrift zu diesem Faden sehen: Einen "Polizeieinsatz in (einer) Bibliothek" hat es nie gegeben, wohl aber die Anzeige durch jemanden, der sich an dem vorgetragenen Text gestört hat. Aber sensationell aufgebauschte Halbwahrheiten verkaufen sich nun mal besser, gelle?
    @assplusc

    Du bist irritiert, das ist verständlich. Mit dieser Überschrift zu diesem "Faden" habe ich keine sensationell aufgebauschte Halbwahrheiten verkaufen wollen, sondern lediglich die http://www.huffingtonpost.de/2017/11..._18498178.html zitiert.

    Laut Wikipedia gilt die politische Ausrichtung der US-amerikanischen Ausgabe als linksliberal, die Ausgabe für Deutschland (Huffpost) kooperiert mit dem Magazin Focus (Hubert Burda Media).

  • skaergarden22.11.2017, 08:20

    @Chromix

    In meinen Beiträgen #12 und #33 dürftest du die Antwort auf deine Fragen finden, wobei natürlich nichts verordnet wird (nicht möglich, schließlich haben wir Pressefreiheit ;-)).
    Ja, alle Parteien argumentieren populistisch, bestes Beispiel ist der Satz: Wir schaffen das!

  • Aline22.11.2017, 22:59

    Zitat Zitat von Chromix Beitrag anzeigen
    Warum sind eigentlich nur rechte Parteien populistisch, wie die rechtspopulistische AfD, die rechtspopulistischen SD usw. usw.?
    Wer hat uns diese Sprachregelung verordnet?
    Sind nicht alle Parteien populistisch?
    Natürlich sind alle populistisch. Hat im Wahlkampf Herr Schulz nicht allen und jedem alles versprochen? Mehr Populismus ging ja gar nicht mehr, aber da hieß es eben, die SPD sei volksnah......
    Und warum ist Populistisch eigentlich immer so negativ besetzt? Populisten erinnern in den meisten Fällen doch an das demokratische Versprechen der Volkssouveränität, welches ihrer Meinung nach gebrochen wurde. Sie wollen mehr Demokratie und setzen sich dafür ein, dass der Volkswille stärker berücksichtigt wird. Das ist doch eigentlich nichts Schlimmes??

  • Aline22.11.2017, 23:02

    Zitat Zitat von skaergarden Beitrag anzeigen
    Laut Wikipedia gilt die politische Ausrichtung der US-amerikanischen Ausgabe als linksliberal, die Ausgabe für Deutschland (Huffpost) kooperiert mit dem Magazin Focus (Hubert Burda Media).
    Ach du liebe Güte, angeblich linksliberal und dann Kooperation mit dem Focus....

  • skaergarden24.11.2017, 08:00

    Ja, eigenartig, denn die (US-)HuffPost "kooperiert" in Europa, Japan und Korea mit den tlw. auflagenstärksten Medienhäusern, die allesamt linksliberal ausgerichtet sind.
    Wenn alle Hosen aufgekauft sind, muss man eben auch Kleider kaufen, um seinen Marktanteil ausbauen zu können. ;-)
    Was bezweckt wohl dieser mächtige US-Medienkonzern mit seiner weltweit betriebenen Expansion auf dem Nachrichtenmarkt?

  • skaergarden13.10.2020, 09:13

    Die Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung, angesiedelt bei Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne), hat eine Anleitung für Berliner Landesbedienstete erarbeitet, welche Wörter sie verwenden sollen und welche nicht.

    https://www.berliner-zeitung.de/mens...llen-li.106541

    In ihrem Wahn, Diskriminierung in jedweder Form verhindern zu wollen, werden Neusprech-Regelungen ohne Sinn und Verstand eingeführt. Warum hören die Sprachregelungswütigen nicht auf die Wissenschaftler, die denken, dass bspw. der Ausdruck "Schwarzfahren" aus dem Jiddischen kommt? Auf Jiddisch heißt "shvarts" "arm". Schwarzfahren könnte also eigentlich "Armfahren" bedeuten – weil arme Menschen sich früher keine Fahrkarte leisten konnten und deshalb ohne Ticket gefahren sind.

    Ein Mohr, der das Restaurant "Zum Mohrenkopf" in Kiel führt, denkt ganz anders über die Rassismusvorwürfe seiner weißen Mitbürger.

    https://www.rnd.de/panorama/kieler-r...PNBBZWCGY.html

    Nun hat das Justizministerium auch noch einen Gesetzentwurf komplett in der weiblichen Begriffsform formuliert. Das soll dann geschlechtergerecht sein?

    Die Harry Potter-Autorin J.K. Rowling ist in den sozialen Netzwerken aktuell massiver Kritik ausgesetzt. Ihr wird nach mehreren Tweets nachgesagt, dass sie transphob sei. Sie hatte sich über einen Artikel lustig gemacht, in dem von "Menschen, die menstruieren", die Rede war. "Menschen, die menstruieren. Ich bin mir sicher, dass es dafür mal ein Wort gab".

    Und die nicht menstruierenden Wesen sind dann Menschen mit einem Penis?

    Wenn Sprache das Denken und Handeln beeinflusst, stellt sich doch die Frage, welche Ziele die Sprachregelungswütigen verfolgen. Während sich die schon länger hier Lebenden gegen die verlangte Sprachanpassung (noch) wehren, hat die aktuell junge Generation scheinbar keine Probleme damit, Mitglieder einer identitätslosen Gesellschaft zu werden und sich auf die Seite eines Parteivorsitzenden zu schmeißen, der bereits 2010 in seinem Buch der Leserschaft mitteilt: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“

    Diese philosophisch geprägte politische Zielsetzung kommt an und lässt seine Partei in der Wählergunst zur zweitstärksten Kraft aufsteigen. Und obwohl er, Robert Habeck, samt seiner Partei (noch) keine Regierungsverantwortung übernommen haben, ist ihr Einfluss auf die Regierungsarbeit größer als die des kleineren Koalitionspartner SPD unserer aktuellen Regierung. Der Robert und mithin seine Partei kommen bei der jungen/jüngeren Wählerschaft, die die großen Nutznießer der für sie geschaffenen Komfortzone sind und die sie noch nie verlassen haben, gut an.

    Apropos Einfluss: Das Justizministerium - angeführt von Christine Lambrecht SPD - auch noch einen Gesetzentwurf komplett in der weiblichen Begriffsform formuliert. Das soll dann geschlechtergerecht sein?

    Die Harry Potter-Autorin J.K. Rowling ist in den sozialen Netzwerken aktuell massiver Kritik ausgesetzt. Ihr wird nach mehreren Tweets nachgesagt, dass sie transphob sei. Sie hatte sich über einen Artikel lustig gemacht, in dem die Rede von "Menschen, die menstruieren", war. "Menschen, die menstruieren. Ich bin mir sicher, dass es dafür mal ein Wort gab".

    Und die nicht menstruierenden Wesen sind dann Menschen mit einem Penis?

    Wenn Sprache das Denken und Handeln beeinflusst, stellt sich doch die Frage, welche Ziele die Sprachregelungswütigen verfolgen. Während sich die schon länger hier Lebenden gegen die verlangte Sprachanpassung (noch) wehren, hat die aktuell junge Generation scheinbar keine Probleme damit, Mitglieder einer identitätslosen Gesellschaft zu werden und sich auf die Seite eines Parteivorsitzenden zu schmeißen, der bereits 2010 in seinem Buch der Leserschaft mitteilt: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“

    Diese philosophisch geprägte politische Zielsetzung kommt an und lässt seine Partei in der Wählergunst zur zweitstärksten Kraft aufsteigen. Und obwohl er, Robert Habeck, samt seiner Partei (noch) keine Regierungsverantwortung übernommen haben, ist ihr Einfluss auf die Regierungsarbeit größer als die des kleineren Koalitionspartner SPD unserer aktuellen Regierung. Der Robert und mithin seine Partei kommen bei der jungen/jüngeren Wählerschaft, die die großen Nutznießer der für sie geschaffenen Komfortzone sind und die sie noch nie verlassen haben, gut an.

    Es ist etwas mühsam, erwachsene Menschen sprachlich umzukonditionieren, deswegen beginnt man am besten bei den Kindern, sie sprachlich "richtig" zu konditionieren. Mancherorts wird auf die andauernde Rassismus-Debatte bereits reagiert.

    Die Regionalstelle Ulm des Kindermissionswerks hat nun dafür plädiert, dass die Sternsinger in den katholischen Kirchengemeinden in der Region sich für ihre Auftritte nicht mehr schwarz schminken sollten. Auch die evangelische Münstergemeinde in Ulm hat ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt - und die Heiligen Drei Könige aus ihrer Weihnachtskrippe verbannt.

    So werden Kinder in eine Diskussion hineingezogen, die ohne ihre Erziehungsberechtigten und deren auferlegten politisch korrekten Denken und Handeln, überflüssig wäre. "Unbehandelte" Kinder erkennen sehr schnell Andersartigkeit, verfügen aber auch über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Diese typischen Merkmale des Kindseins werden heute schon früh eliminiert, Kinder werden zu kleinen, politisch korrekt denkenden Erwachsenen herangezogen.

  • skaergarden30.03.2021, 18:02

    Schon seit Jahren sollen diskriminierende Begriffe wie Negerkuss, Mohrenkopf, getürkt für Fälschungen oder gar Zigeunerschnitzel nicht mehr benutzt werden. Oft haben die Anwender dieser Wörter gedankenlos maximalpigmentierte Menschen seelisch verletzt, die sich mit Schrecken an die deutsche Kolonialzeit vor über 100 Jahren erinnert fühlen. Und wer den Völkermord an die Sinti und Roma nicht in Vergessenheit geraten lassen will, bestellt sich ein Schnitzel nach Balkanart.

    Selbst in Kinder-Büchern wurden entsprechende Korrekturen vorgenommen, Straßen, die nach Zeitgenossen benannt waren, die sich in der Kolonialzeit durch besondere Verdienste ausgezeichnet hatten, wurden umbenannt.

    Fast 100 Mal taucht der Name Mohren-Apotheke in Deutschland auf, die schon seit mehreren Generationen diesen Namen tragen. Manche Inhaber denken nicht daran, den Namen zu ändern, andere wurden unter Druck gesetzt oder überzeugt und gaben nach.

    Allerdings gibt es in unserem Land immer noch 150 Straßennamen, die noch nicht unbenannte wurden, auch wegen des Widerstands der in diesen Straßen wohnenden Menschen..... und Menschinnen?

    Das ist jetzt das nächste Problem, die Umstellung auf eine gendergerechte Sprache.
    Im Fernsehen und Radio hört man vermehrt Moderatoren, deren Redefluss durch ein “Knacklaut, Schluckaufpause oder Gender-Bäuerchen” unterbrochen wird.

    Vor über einem Jahr schaffte die Stadt Hannover die Lehrer ab, und in vielen anderen Städten erfolgte ebenfalls die Umstellung auf eine gendergerechte Amtssprache, aber jeder Amtsschimmel ist nach seinen Vorstellungen durch die Amtsstuben geritten.

    https://www.zeit.de/zeit-magazin/202...utschlandkarte

    Die gendergerechte Sprache, die überwiegend von nicht Betroffenen initiiert wurde/wird, soll Gleichberechtigung schaffen. So hat der Duden inzwischen Luftpiratin und Idiotin als Stichwort aufgenommen, darauf haben Frauen lange warten müssen.

    Um der Gleichheit willen, muss sich ein Bürgermeister jetzt “Bürgerinnen- und Bürgermeister” nennen und wann wird das Einwohnermeldeamt in Einwohner- und Einwohnerinnenamt umbenannt?
    Wer unsicher ist, kann im Online-Genderlexikon nachsehen:

    https://www.gendern.de/

    Neun Monate lang hatte der Parlamentarische Rat unser Grundgesetz im Auftrag der drei westlichen Besatzungsmächte ausgearbeitet und genehmigt, seit dem 23. Mai 1949 ist es die Verfassung Deutschlands.

    Artikel 3 unseres GG reichte offenbar nicht aus, denn 1958 trat in der Bundesrepublik Deutschland das Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Kraft. Aber: Noch bis 1977 durfte eine Frau in Westdeutschland nur dann berufstätig sein, wenn das „mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar“ war. Aufgaben im Haushalt und in der Kindererziehung waren also klar der Frau zugeordnet.

    Dem Gesetzgeber ist es in den letzten 72 Jahren noch nicht einmal gelungen, durchzusetzen, dass Frauen für dieselbe Arbeit auch denselben Lohn erhalten wie Männer. Doch heute kämpfen nicht nur die “normalen” Frauen um eine vollständige Gleichstellung, auch Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Intersexuelle und Queers (LSBTIQ*).

    Böhringer Ingelheim hat eine Broschüre mit Empfehlungen für eine wertschätzende Kommunikation herausgegeben.
    Bis 2025 sollen bei Audi 9.500 Stellen gestrichen werden, aber dafür hat die Projektgruppe „Gendersensible Sprache“ ein Jahr lang (!) intensiv an Richtlinien gearbeitet, die Audi seinen Beschäftigten ab sofort für die interne und externe Kommunikation an die Hand gibt. In einer Broschüre rät das Unternehmen seinen Mitarbeitern auch zur Schreibweise „Audianer_innen“.

    Sprache beeinflusst unser Denken heißt es, dann brauchen wir keine LSBTIQ*-Quote, und die Frauenquote kann abgeschafft werden. Lernen wir fleißig die Gendersprache und alles wird gut.

  • rudi31.03.2021, 16:03

    Ich verwende diese ach so bösen Worte und Begriffe weiterhin als Terminus technicus. Und darin sehe ich auch keine Beleidigung oder Diskriminierung. Ich habe oft genug von Zigeunern gehört das sie sich selber als Zigeuner bezeichnet haben und nicht als Sinti oder Roma oder sonst was. Und Neger bedeutet einfach nur Schwarzer. Ich lasse mir doch meine Muttersprache nicht durch irgendwelche Idioten verbieten. Gerade in dieser Zeit gibt es wichtigere Probleme.

  • skaergarden01.04.2021, 20:00

    Angewandte Sprachen wie unsere Muttersprache verändern sich, es kommen neue Begriffe hinzu, manche Wörter geraten in Vergessenheit, weil sie nicht mehr benutzt werden und durch andere ersetzt wurden.

    Backfisch, Brimborium, Fatzke, Firlefanz, Jungspund, Kauderwelsch oder Gedöns sind nur einige Begriffe, die nicht mehr zu unserem Wortschatz gehören. Dafür haben wir etliche Begriffe aus der englischen Sprache übernommen, allein durch die Digitalisierung in der Arbeitswelt sowie im Privatleben.
    Dieser Prozess vollzog sich analog zur technischen Entwicklung und löste keine Debatten über eine mögliche Verfremdung unserer Muttersprache aus. Am Anfang war die Sprache, dann folgte die Schrift, die sich an der Sprache orientierte. Nun ist es umgekehrt, es wird eine Gendersprache angeordnet, deren Nichtgebrauch ebensolche gesellschaftliche Ächtung durch die Medien erfährt wie jede andere Meinung abseits der vorherrschenden Meinung, die wiederum von den Medien postuliert wird.

    Nach einer einheitlichen, gendergerechten Schreibweise wird noch gesucht, denn zurzeit gibt es Varianten mit Sternchen, Unterstrich oder Doppelpunkt oder Schrägstrich. Die Medien, Regierung, Behörden, Konzerne, allesamt haben sich bereits dieser “Sprach- und Rechtschreibreform” unterworfen.

    Die Kundin einer Sparkasse klagte vor dem Bundesverfassungsgericht, weil die Sparkasse im Geschäftsverkehr Formulare und Vordrucke verwendet, die nur grammatisch männliche, nicht aber auch grammatisch weibliche oder geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen enthalten. Die Kundin klagte darauf, die Sparkasse zu verpflichten, ihr gegenüber Formulare und Vordrucke zu verwenden, die eine grammatisch weibliche Form vorsehen.

    Zunächst wies das Amtsgericht die Klage ab; das Landgericht wies die hiergegen gerichtete Berufung zurück. Auch die Revision zum Bundesgerichtshof blieb erfolglos.

    Das Urteil des BVerfG im Wortlaut

    https://www.bundesverfassungsgericht...bvr107418.html

    Ist die Mehrheit unserer Gesellschaft tatsächlich der Meinung, dass Deutschland immer und überall eine Vorbildfunktion zu übernehmen hat?

    "Kulturpolitische Sensation: Frankreich stoppt Gender-Sprache

    Am 29. November verkündete der französische Premierminister Édouard Philippe eine bedeutsame kulturpolitische Sensation: In Frankreich soll es ab sofort in Ämtern und Behörden keine erzwungene „geschlechtergerechte“ Sprache mehr geben. Das gilt für amtliche Schreiben, Verordnungen und Schulbücher. Wortungetüme wie „député.e.s“ (Parlamentarier*innen) oder „électeur.rice.s“ (Wähler*innen) sind in der französischen Verwaltungssprache damit zukünftig verboten".

    https://vds-ev.de/pressemitteilungen...ender-sprache/

  • Aline01.04.2021, 23:55

    @Rudi: .........Ich habe oft genug von Zigeunern gehört das sie sich selber als Zigeuner bezeichnet haben und nicht als Sinti oder Roma oder sonst was. Da gebe ich Dir Recht. Bei uns in der Nähe parken manchmal Sinti/Roma/Zigeuner (?) mit ihren Wohnwagen und wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt, bezeichnen sie sich selbst tatsächlich immer als Zigeuner. @Rudi:..........Ich lasse mir doch meine Muttersprache nicht durch irgendwelche Idioten verbieten. Na dann warte mal ab, was passiert, wenn die Grünen ab September mit die Regierung bilden (s.u.). Die Berliner Grünen haben ihre Bürgermeister-Kandidatin Bettina Jarasch (52) zensiert. In der Rede beim Landesparteitag hatte sie erzählt, dass sie als Kind gern „Indianerhäuptling“ werden wollte. Ein diskriminierender Begriff, schimpften viele Grünen-Anhänger, zwangen Jarasch zur Entschuldigung. Doch damit nicht genug: Am Wochenende hat die Partei den Begriff sogar aus dem Parteitagsvideo geschnitten. Man wolle „diskriminierende Denkmuster“ hinterfragen, heißt es in einem Erklärhinweis. https://www.bz-berlin.de/berlin/grue...arteitagsvideo

  • rudi02.04.2021, 09:40

    Solange die althergebrachten Begriffe nicht strafrechtlich verboten werden, werde ich sie auch weiterhin verwenden. Und eher friert die Hölle zu als ich die Grünen wähle.

  • skaergarden02.04.2021, 13:40

    @Aline
    Na dann warte mal ab, was passiert, wenn die Grünen ab September mit die Regierung bilden (s.u.)

    Wie sagt man heute, wenn Unheil droht? Es wird eine spannende Zeit mit neuen Herausforderungen werden. Im Zuge der Corona-Krise wird in zunehmenden Maße unser förderalistisches System auch von einigen Politikern kritisiert, deswegen es einen Flickenteppich an Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in unserem Land gibt.

    Noch schützt uns dieser Föderalismus davor, dass von Berlin aus durchregiert werden kann, Bildung ist Länersache, aber ist eine zentrale politische Steuerung in jedem Fall unbedingt notwendig? Mit der Durchsetzung einer gendergerechten Sprache beginnt man am einfachsten und erfolgversprechendsten bei den Kindern, während der öffentliche Diskurs die Hintertürtaktik erstmal überdeckt.

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Niedersachsen macht sich für gendergerechte Sprache in Schulen stark und sieht in Lehrern vor allem eine Vorbildfunktion in der Gender-Debatte. „Außerdem fällt dabei völlig unter den Tisch, dass es eben nicht nur männlich und weiblich gibt, sondern auch das dritte Geschlecht.“ erklärt die niedersächsische Landesvorsitzende.

    Wer nicht mehr in gendergerechter Sprache beschult werden konnte, wird an der Universität belehrt. Die Uni Kassel hat sich zum Ziel gesetzt, geschlechtergerechte Sprache auf respektvolle Art und Weise anzusprechen und sichtbar zu machen.
    “Dabei geht sie über die schlichte Benennung von Männern und Frauen hinaus und spricht Trans*- und Inter- sowie nicht-binär verortete Personen an. Auf diese Weise leistet sie einen Beitrag zum Abbau von Diskriminierungen”.

    Dass es nicht nur auf den Inhalt einer Arbeit bei der Beurteilung ankommt, hat ein Lehramtsstudent der Uni Kassel jetzt erfahren müssen, der seine Arbeit nicht gendergerecht verfasst hatte und deswegen bei der Bewertung einen Punktabzug hinnehmen muss. Auf der Uni-Website verkündigt die Stabsstelle Gleichberechtigung: „Im Sinne der Lehrfreiheit steht es Lehrenden grundsätzlich frei, die Verwendung geschlechtergerechter Sprache als ein Kriterium bei der Bewertung von Prüfungsleistungen heranzuziehen.“ Laut der Gleichstellungsbeauftragten Sylke Ernst können etwa in Hausarbeiten Punkte abgezogen werden, wenn die Geschlechtsbezeichnungen nicht korrekt sind”.

    https://www.hna.de/kassel/universita...-90265076.html

    Natürlich alles ohne Zwang, die Dozenten können selber entscheiden wie sie mit der Thematik umgehen...... wirklich?

    Das ist eine perfide Methode, eine über das notwendige Maß hinausreichende Sprach- und Schreibkultur etablieren zu wollen. Über die richtige Rechtschreib-Lernmethode in Grundschulen lässt sich immer noch trefflich streiten, nach dem Regierungswechsel in NRW wurde die „Schreiben nach Gehör-Methode” einkassiert. Anderes Beispiel:

    "Nachdem viele Polizeibewerber am Deutschtest scheiterten, werden die Anforderungen bei der Rechtschreibung gesenkt. Theoretisch dürfen Bewerber nun in rund jedem siebten Wort einen Fehler machen. Auch andere Tests wurden angepasst.

    Beim Diktat wurde die maximal erlaubte Fehlerquote von 20 auf 24 Fehler erhöht – bezogen auf einen Text mit 180 Wörtern, also etwa eine halbe DIN-A4-Seite, wie auf Nachfrage erläutert wurde. In den vergangenen Jahren hatte es aus mehreren Bundesländern Berichte gegeben, dass bis zu jeder fünfte Polizeibewerber am Deutschtest scheitere.

    Die Hürden für eine Aufnahme seien nicht gesenkt, sondern lediglich evaluiert und angepasst worden, teilte die Bundespolizei am Montag mit....."

    https://www.welt.de/vermischtes/arti...-Bewerber.html

    Die Bewerber dürften trotzdem wieder ins Schwitzen kommen, weil sie sich nicht nur auf die Rechtschreibung konzentrieren müssen, sondern auch auf gendersensible Formulierungen. Aber vielleicht könnte eine weitere Evaluierung und Anpassung helfen, damit mehr als 80 Prozent der Bewerber den Aufnahmetest bei der Bundespolizei doch noch bestehen.

  • skaergarden17.04.2021, 14:40

    BR REAGIERT NACH KRITIK:

    „Maxwell Strauß“ aus dem Programm genommen

    In der Sendung „SchleichFernsehen“ war Kabarettist Helmut Schleich Anfang April in die Rolle eines in Afrika lebenden Sohnes des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Strauß (CSU) geschlüpft - und hatte dabei das Mittel des Blackfacings genutzt. Mit schwarz geschminktem Gesicht machte er Witze über die aktuelle bayerische Politik.

    Zahlreiche Kritiker unter anderem im Netz bezeichneten den Beitrag als rassistisch. Von Blackfacing spricht man, wenn sich Weiße schminken, um Schwarze stereotyp darzustellen.

    https://www.faz.net/aktuell/feuillet...-17298555.html

    Wie darf man denn Schwarze darstellen, damit sie nicht stereotyp dargestellt werden?

    Diese Strauß-Kunstfigur gibt es schon länger, die sich stets über deutsche Politiker hermacht. Haben die Kritiker das nicht verstanden? Und was ist an diesen Sketchen rassistisch?

    Ein anderer Comedean bezeichnete den türkischen Staatspräsidenten als Ziegenficker. Eine heiße Diskussion über Satire und ihre Grenzen entbrannte in unserem Land. Das Ergebnis: Jemanden, auch einen Staatsmann, Ziegenficker zu nennen, ist keine Beleidigung, das ist der Kunstfreiheit zuzuordnen. Alle wurden gefragt, nur nicht die Ziegen. ; -)

    Mit Zensur und "betreutem Denken" soll unsere Denkweise in "andere Bahnen" gelenkt werden, ein Volk, eine Meinung. Wer sich weigert, wird diskriminiert, kriminalisiert. Wie weitreichend diese Denkvorgaben jetzt schon greifen, hat besagter Student bereits leidvoll erfahren müssen.

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