1. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 1
    skaergarden

    Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie

    Die Bundeszentrale für politische Bildung erklärt uns die Wichtigkeit der Medien folgendermaßen:

    Massenmedien haben die Aufgabe, die Öffentlichkeit zu informieren und Entscheidungsträgern die öffentliche Meinung kundzutun. Darüber hinaus wirken sie durch Kontrolle und Kritik an der Meinungsbildung mit. http://www.bpb.de/izpb/7492/warum-me...mokratie?p=all

    Ereignisse wie die Einladung an hunderttausenden von Flüchtlingen unserer Bundekanzlerin eignen sich hervorragend zur Analyse der Berichterstattungen. Das Ergebnis ist uns eigentlich bekannt, schließlich haben wir die tägliche Berichterstattung verfolgt.

    Eine Studie im Auftrag der Otto Brenner Stiftung der IG Metall hat untersucht, wie die Medien über die Flüchtlingskrise berichteten. Zitat:

    "Die Medien haben im Grunde die Politik gespiegelt, statt sich als eine neutrale vermittelnde und hinterfragende Instanz zu sehen.“ (Prof. Dr. Michael Haller)
    https://www.wissenschaft-im-dialog.d...edien-sprache/

    Auch die FAZ berichtete im August 2016 über diese Studie, Zitat

    "Insgesamt seien 82 Prozent aller Beiträge zur Flüchtlingsthematik positiv konnotiert gewesen, zwölf Prozent rein berichtend, sechs Prozent hätten die Flüchtlingspolitik problematisiert". ......

    Jenseits der Frage, ob der Journalismus damit seiner Rolle als kritischer Beobachter gerecht wurde, stellt Haller in Rechnung, dass diese Berichterstattung auch wünschenswerte Effekte gezeitigt haben könnte: Dass in vielen Städten Menschen, Gruppen und Initiativen eine Willkommenskultur lebten, die den Zustrom bewältigen half, stehe möglicherweise auch mit der Tendenz der Berichterstattung in Zusammenhang."
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...-14378135.html

    Ein Großteil der Medien ist seiner Aufgabe nicht gerecht geworden, aber trotzdem haben sie Gutes vollbracht, nämlich einen VON DER POLITIK gewünschten Effekt zu erzeugen. Prof. Haller ist sich wohl seiner Aufgabenstellung nicht ganz sicher gewesen!

    Die berufliche Situation für Journalisten ist zurzeit nicht gerade rosig, evon einer Festanstellung träume die meisten. Und wer das Glück hat, eine solche beim Axel Springer Verlag zu erhalten, bekommt eine Orientierungshilfe gleich mitgeliefert:

    "Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa.
    Wir unterstützen die Lebensrechte Israels.
    Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
    Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus ab.
    Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein."

    http://nachhaltigkeit.axelspringer.d...undsaetze.html

    Und noch etwas Pikantes:

    "Frage des Abgeordneten Hans-Christian Ströbele (Bündnis 90/Die Grünen)

    Inwieweit trifft die Behauptung des früheren Chefs des Amtes für Sicherheit der Bundeswehr und Präsident des Amtes für den Militärischen Abschirmdienstes Gerd Helmut Komossa zu, ("Die deutsche Karte – Das versteckte Spiel der geheimen Dienste, 2. Auflage 2008, S. 21 f), wonach die alliierten Siegermächte in "Geheimer Staatsvertrag vom 21. Mai 1949" kurz vor der Grundgesetzverabschiedung Souveränitätsvorbehalt bis 2099 u.a. über " deutsche Zeitungs- und Rundfunkmedien" auferlegt hätten, die deutschen Goldreserven weiter gepfändet hielten sowie jeden künftigen Bundeskanzler vor dessen Amtseid zur Unterzeichnung einer sog. Kanzlerakte hätten und was beinhalte etwaige diesbezügliche Vorbehaltsrechte der Alliierten insgesamt?

    Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Peter Altmaier vom 18. Februar 2009:

    Ein geheimer Staatsvertrag dieser Art existiert nicht. Im Übrigen sind die mit dem 15. März 1991 in Kraft getretenen Vertag vom 12. September 1990 über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland (sog. Zwei-plus-Vier Vertrag) (BGBl 1990 II S. 1317) sämtliche alliierten Rechte und Verantwortlichkeiten in Bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes beendet worden."

    Quelle: Deutscher Bundestag - 16. Wahlperiode - Drucksache 16/120 25

    Während die deutsche Presse von ihren Lesern inzwischen oft nur noch als Regierungssprecher wahrgenommen wird, ist eine schwedische Studie über die Medien zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen.

    Ich habe diese Studie im I-Net nicht gefunden, bitte mal prüfen, wer kann, Inhalt wurde mir mündlich zugetragen.

    Nach dieser Studie des Instituts Sifo sollen für schwedische Politiker weniger die Tatsachen zählen als vielmehr die Berichtserstattung in der Presse, weil die Presse die Meinung des Volkes beeinflusst.
    Außerdem soll diese Studie zu dem Ergebnis gekommen sein, dass sowohl die Innen- als auch die Außenpolitik von den Titelseiten der Presse abhängen. Und der Erfolg oder Misserfolg von Parteien soll immer enger damit zusammenhängen, wie oft und in welchem Zusammenhang die Parteien in der Presse genannt werden.

    Wie gut, dass Studien durchgeführt werden. ;-)

  2. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 2
    skaergarden
    Von den 333 Tagezeitungen in Deutschland erscheinen sieben überregional, außerdem gibt es noch 22 Wochenzeitungen und 692 verschiedene Zeitungswebsites.

    Und wie haben die Massenmedien nun über den Militärschlag in Syrien berichtet?

    "spiegel-online"

    Reaktion auf Giftgasangriff - USA greifen Luftwaffenbasis der syrischen Armee an

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1142256.html

    Als Verfasser finden wir am Ende des Artikels: max/syd/vme/mho/dpa/Reuters/AFP


    "Die Welt" Titelt Trump hat Putin kalt erwischt https://www.welt.de/politik/ausland/...-erwischt.html

    Verfasserin Julia Smirnova

    "Die Süddeutsche" hat geschrieben: Trumps Militärschlag ist völkerrechtswidrig" http://www.sueddeutsche.de/politik/s...drig-1.3456240

    Es werden nicht nur Informationen vermittelt, sondern durch die Schwerpunktsetzung in den Berichterstattungen und ihrer Formulierungen (Macht des Wortes) werden die Leser beeinflusst. Wer könnte diesen US-Militärschlag als Reaktion auf den Giftgasanschlag noch verurteilen?
    Geändert von skaergarden (08.04.2017 um 20:41 Uhr)

  3. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 3
    skaergarden
    Von links und linksliberal über neoliberal und mainstreamig-konservativ-liberal bis hin zu neo-konservativ geprägte Meinungsverbreitung finden wir bei den großen Tageszeitungen und Wochenmagazinen, wobei sich die politische Ausrichtung bereits schon durch den Wechsel des Chefredakteurs ändern kann.
    Allesamt üben hier und da Kritik an der Regierungspolitik, um die Meinungs- und Pressefreiheit in unserem Land zu dokumentieren, allerdings reicht die erzeugte Aufregung beim Leser, wenn überhaupt, nur für eine kurzzeitige Empörung. Ansonsten haben wir in unserem Land nicht das Problem einer Bedrohung der Pressefreiheit....wirklich nicht?

    Natürlich könnten auch noch ökonomische Anreize für die politische Richtung eines Blatts verantwortlich sein, die Anzeigenkundschaft wird schon (unausgesprochen) gewisse Ansprüche an den Inhalt der Zeitung stellen, bei der sie ihre Inserate zu positionieren gedenkt.
    Andererseits ist es schon außergewöhnlich - oder war es eine selbstrettende Maßnahme einiger Medien? - weil durchsickerte, dass das Gespräch unserer Bundeskanzlerin mit Schülern einer Berliner Schule nicht gesendet wurde, weil Angela Merkel dies untersagte: Schließlich wurde in der "Tagesschau" lediglich ein kommentierter Bericht über den Besuch gezeigt.

    Ein Jahr nach Öffnung der Grenze für Flüchtlinge übte Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo Medienkritik. "Im Interview mit turi2.tv am Rande des Jahrestreffens von Netzwerk Recherche sagte der Blattmacher und Talkshow-Moderator, er sei überzeugt, dass die einhellige Pro-Flüchtlinge-Stimmung den Medien nachhaltig geschadet habe: "Das haben uns die Leute übel genommen." Auch die Zeit habe mit einem Titel im August 2015 einen Fehler gemacht. http://meedia.de/2016/07/11/mitgesta...chtlingsfrage/

    In einer Talk-Show bekannte di Lorenzo, dass es ihn gestört habe, "dass eine von der Politik der Bundesregierung abweichende Meinung, manchmal auch schon kritische Fragen, unter den Generalverdacht gestellt wurden, man habe etwas gegen Flüchtlinge oder betreibe das Geschäft der Populisten".

    Unsere Bundeskanzlerin praktiziert ihre ganz persönliche Form des Populismus, denn sie ist nicht nur der Ansicht, dass sie weiß, was für die gesamte Gesellschaft am besten und zu tun ist, sondern handelt zuvorderst im ureigensten Interesse. Die Grenzöffnung brachte ihr das Schulterklopfen ihres amerikanischen Freundes ein, und mit ihrem "Wir schaffen das" hat sie alles andere, als eine Lösung für ihre unüberlegte Entscheidung geliefert. Das hat aber vielen deutschen Mitbürgern gereicht, sich der Kanzlerin uneingeschränkt anzuschließen, zumal ihnen versichert wurde, dass ihre (Merkels) Entscheidung alternativlos sei. Schließlich wollte man nicht, dass unsere Bundeskanzlerin in einem Land leben müsste, das nicht "ihr Land" ist.

    Neben den Websites unserer Leitmedien gibt es auch diverse andere Informationsquellen im Netz wie die sozialen Netzwerke, Blogger etc. Die Informationen mit unerwünschtem Inhalt werden flugs als Verschwörungstheorien oder Fake News bezeichnet, wobei dieser Vorwurf weder pauschal erhoben noch in Abrede gestellt werden kann.

    Reporter ohne Grenzen erhebt gegen den vom Bundesjustizminister Heiko Maas vorgelegten Gesetzentwurf gegen Hassbotschaften usw. u.a. den Vorwurf, dass Fake News als Vorwand dienen:
    "Der Katalog an zu löschenden Inhalten, darunter Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung oder Volksverhetzung, wirkt willkürlich zusammengestellt, und die Definitionen im Strafgesetzbuch sind sehr vage".....
    Es wird befürchtet, dass "die Anordnung von drakonischen Bußgeldern und Löschfristen dazu führen wird, dass soziale Netzwerke im Zweifel gegen die freie Meinungsäußerung handeln werden, um Bußgeldern zu entgehen". https://www.reporter-ohne-grenzen.de...ressefreiheit/

    Und ganz nebenbei wurde ein neuer Straftatbestand ins StGB für den "Handel" mit rechtswidrig erlangten Daten aufgenommen.

    ....der neu geschaffene Straftatbestand (§ 202d StGB) stellt den Umgang mit „geleakten“ Daten unter Strafe, ohne für angemessenen Schutz der Presse zu sorgen. Damit kriminalisiert das Gesetz einen wichtigen Teil der Arbeit investigativer Journalisten und Blogger sowie ihrer Informanten und Helfer...

    Der neue Straftatbestand ist seit dem 18. Dezember 2015 in Kraft; der Bundestag hatte ihn zwei Monate zuvor als § 202d StGB gut versteckt im Gesetzespaket zur Vorratsdatenspeicherung und ohne Debatte verabschiedet. Am 16. Dezember 2016 hat die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) nun die Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Finanziert wird sie von Netzpolitik.org, Reporter ohne Grenzen sowie der GFF. https://www.reporter-ohne-grenzen.de...datenhehlerei/

    Der Wortlaut des Gesetzes https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__202d.html

    Was das bedeutet, dürfte jedem klar sein.

  4. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 4
    skaergarden
    Auch wenn Informationen sachlich geschildert werden, so sind es doch die verwendeten Begriffe, die den Leser in eine bestimmte Grundstimmung versetzen und damit Einfluss auf seine Meinungsbildung nehmen.
    Auffällig ist, dass sich bspw. ein Begriffswandel in den Artikeln über die Flüchtlingskrise vollzogen hat: Asylanten, Asylantenflut- oder strom, Wirtschaftsflüchtlinge, Asylkritiker und Asylgegner, Asyl- und Sozialmissbrauch, sind Begriffe, die immer weniger benutzt werden.

    Wieso werden von den Medien Begriffe, die einer Bevölkerung/den Lesern geläufig und verständlich sind, durch andere Bezeichnungen ausgetauscht?
    Die Erklärung dafür ist in der Broschüre "Glossar der Neuen deutschen Medienmacher - Formulierungshilfen für die Berichterstattung im Einwanderungsland" zu finden, die in Berlin im Haus der Bundespressekonferenz als 3. Auflage vom 1. Oktober 2015 auslag.

    "Die Neuen deutschen Medienmacher" verstehen sich als Interessenvertretung für Medienschaffende mit Migrationshintergrund und treten für eine ausgewogene Berichterstattung ein, die das Einwanderungsland Deutschland adäquat wiedergibt.

    In diesem Glossar wird erklärt, dass der Begriff Asylant „negativ konnotiert“ sei, und Worte wie Asylantenflut oder Asylantenstrom von Experten als „emotional aufgeladene Angstmacherei“ kritisiert würden. "Die Neuen deutschen Medienmacher" sagen nicht nur, was man nicht schreiben soll, sie haben auch Vorschläge für eine bessere, das heißt politisch-korrekte Wortwahl parat:

    Schutzsuchender statt Asylant,
    Geflüchtete statt Wirtschaftsflüchtlinge,
    Zuzug statt Asylantenstrom

    "Asylantenflut« oder »Asylantenstrom« sind Metaphern, die........ suggerieren, dass es notwendig sei, die Ankunft und Aufnahme von ||Geflüchteten zu verhindern, und werden deshalb Naturkatastrophen gleichgesetzt....

    .....werden die oben genannten Begriffe als populistische Floskeln und emotional aufgeladene Angstmacherei kritisiert. Inzwischen werden oft die Varianten ||»Flüchtlingsstrom« oder »Flüchtlingswelle« gebraucht, die dieselben Assoziationen wecken".

    Asylmissbrauch steht als "Kampfbegriff der Rechtsextremen" auf dem Index.

    Wirtschaftsflüchtlinge: "Wenn Menschen tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen einreisen, kann auch von Arbeitseinwanderung gesprochen werden".

    .....die dann berechtigterweise einen Antrag auf Asyl stellen können?

    "Asylkritiker und Asylgegner wären im eigentlichen Wortsinn eher Kritiker*innen der Asylgesetzgebung.......Tatsächlich sind die Begriffe Asylkritiker*innen/-gegner*innen oft Euphemismen für diejenigen, die sich rechtsextrem oder rassistisch gegen Geflüchtete äußern, und werden häufig als Selbstbezeichnung von ||Rechtsextremen oder Rechtspopulist*innen benutzt".

    Asylkritiker und Asylgegner der aktuellen Asylpolitik sind also grundsätzlich Rechtsextreme?

    " Die Nachrichtenagentur dpa verwendet die Begriffe Asylkritiker/Asylgegner seit Juli 2015 nicht mehr, weil sie beschönigend sind".

    http://glossar.neuemedienmacher.de/g...gorie/07-asyl/

    Die Verwendung der empfohlenen Begriffe würden einer ausgewogene Berichterstattung gerecht, die das Einwanderungsland Deutschland adäquat wiedergibt? Oder wird hier nicht mit Worten Politik gemacht?
    Ist es nicht beschönigend, zu fordern, dass "Ausländerkriminalität nicht als eine Bezeichnung für alle Straftaten verwendet werden sollte, die von Ausländern begangen werden, sondern als Oberbegriff für Verstöße gegen Asylgesetze, Visavergehen und andere Straftaten, die nur von Ausländer*innen begangen werden können"?

    So sollen Straftaten, die Asylanten z.B. untereinander begehen, unter "allgemeine Kriminalität" erfasst werden. Ist das nicht eine bewusst herbeigeführte Verzerrung bzw. Fehlinformation der Öffentlichkeit?

    Der Begriff "illegale Migranten" wird mittlerweile "nur noch in manchen Medien und in rechtspopulistischen Kreisen benutzt. Gängiger ist es von illegaler oder irregulärer Migration zu sprechen; eine bekannte Parole von Flüchtlingsorganisationen lautet »Kein Mensch ist illegal«, d.h. nur Handlungen können ungesetzlich sein".
    Illegal in ein Land einzureisen und sich dort aufzuhalten, ist keine Handlung, weil illegale Zuwanderer nicht illegal hier sind, sondern erst zu Illegalen gemacht werden?

    Dieses Netzwerk der "Neuen deutschen Medienmacher e.V." führt auf seiner Homepage gleich zwei Institutionen als Unterstützer auf, die direkt im Kanzleramt angesiedelt sind: „Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration“ sowie das dem Innenministerium unterstellte „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)“.
    Diese Unterstützer werden wiederum vom Steuerzahler finanziert. Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt?

  5. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 5
    skaergarden
    Das haben wir den Salat. Zitat aus zeit-online "Kriminalität: Wie kriminell sind Flüchtlinge?

    Für die exakte statistische Erfassung von Asylbewerbern und Flüchtlingen gibt es ein zusätzliches Problem. Die Kategorie "Zuwanderer" ist ungenau, denn darunter fallen Asylberechtigte und Schutzberechtigte, Asylbewerber, Kontingent- und Bürgerkriegsflüchtlinge sowie Nicht-EU-Ausländer mit einer Duldung oder mit illegalem Aufenthalt. Um diese Kategorie auf Flüchtlinge und Asylbewerber zu beschränken, rechnen darum manche Bundesländer die sogenannten "Illegalen" heraus. Andere wie Bremen und Brandenburg verzichten ganz auf die Nennung von Zuwanderern und erfassen nur die viel umfassendere Gruppe aller "nichtdeutschen Tatverdächtigen". http://www.zeit.de/2017/17/kriminali...aten-statistik

  6. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 6
    skaergarden
    Zitat aus "Wie kriminell sind Flüchtlinge?" aus dem bereits gesetzten Link im letzten Post:
    Am 24. April wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2016 vorstellen. ZEIT und ZEIT ONLINE wollten schon vorher wissen, in welchem Umfang Flüchtlinge und Asylbewerber vor allem an Gewalttaten beteiligt sind.
    Da muss man doch Zeit und Zeit Online mal ein dickes Lob für ihren investigativen Journalismus aussprechen, worüber sich die geneigte Leserschaft sicherlich gefreut haben wird.
    Sicherlich betreffen die hier genannten Beispiele über eine einseitig ausgerichtete Berichterstattung hauptsächlich die Flüchtlingskrise. Aber welchem Ereignis wurde in jüngster Vergangenheit seitens der Medien so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie dieser Flüchtlingskrise.

    Nach einer Studie der Hamburg Media School haben die Medien 19.000 Beiträge in 2015 zum Thema, und - auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise - einzelne Zeitungen im Durchschnitt sieben entsprechende Beiträge pro Tag gebracht.
    "Insgesamt waren 82 Prozent aller Beiträge zur Flüchtlingsthematik positiv konnotiert gewesen, zwölf Prozent rein berichtend, sechs Prozent hätten die Flüchtlingspolitik problematisiert". Ein besseres Beispiel für eine gesteuerte Meinungsmache in jüngerer Zeit gibt es nicht.

    Eine Beeinflussung der Bevölkerung durch die Medien ist eine Sache, diese aber auch noch durch Unwahrheiten zu untermauern wie es die neuen deutschen Medienmacher tun, ist äußerst bedenklich.

    Zitat aus dem Glossar der neuen deutschen Medienmacher:
    Kulturbereicherer über ist zynisch gemeint und stammt aus der ||rechtsextremen Szene. Der Begriff bezeichnet ||Menschen aus Einwandererfamilien. Er soll die radikale Ablehung einer Bereicherung Deutschlands durch ||Menschen aus Einwandererfamilien ausdrücken. Seit einiger Zeit findet sich der Begriff auch öfter in der Mitte der Gesellschaft. http://glossar.neuemedienmacher.de/?...e=encyclopedia

    Gehört dann unser Finanzminister zur rechtsextremen Szene, als er vor knapp einem Jahr in einem Gespräch mit "Die Zeit" sagte, "Muslime seien eine Bereicherung für Deutschland" und "Abschottung würde uns in Inzucht degenerieren lassen"?


    Stefan Niggemeier, zuletzt als Autor des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" tätig, übt auf seiner Website http://uebermedien.de/ Kritik, hebt aber auch Positives über Medien hervor.
    "Oettinger: Verleger sollen kritische Journalisten auf Linie bringen" http://uebermedien.de/8292/oettinger...linie-bringen/

    Angela Merkel bestimmt, was das ÖR Fernsehen senden darf, und Oettinger maßregelt die Verleger und wird dafür noch beklatscht. Der BR hatte letztes Jahr das Meinungsforschungsinstitut TNT Emnid damit beauftragt, herauszufinden, "inwieweit die Bürger wirklich das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit journalistischer Berichterstattung verloren haben".

    TNT Emnid, eine Tochterfirma eines in London ansässigen Unternehmens, wird regelmäßig von der Bundesregierung mit "der Beobachtung der politischen Landschaft" beauftragt. Wäre es denkbar, dass UK ein deutsches Meinungsforschungsinstitut damit beauftragte, seine innenpolitische Lage eruieren zu lassen?
    Der Begriff "Meinungsforschungsinstitut" ist irritierend, denn es beeinflusst mit seiner Interpretation der erhobenen Daten ebenso die Meinung derjenigen, deren Ansichten sie erforscht haben.

    Wo sind die Journalisten eines Formats von Gabriele Krone-Schmalz, Peter Scholl-Latour oder Klaus Bednarz, deren Berichterstattungen noch in den ÖR gesendet wurden. Die heutigen Journalisten vermitteln uns nur noch ihr eigenes, politisch korrektes Denken, das, verwoben mit moralischem Populismus, kaum eine andere, als die gewollte Schlussfolgerung zulässt.

    Hätte sich unsere Bundeskanzlerin gewagt, diese denkwürdige Entscheidung im September 2015 zu treffen, wenn sie sich nicht der medialen Unterstützung sicher gewesen wäre?

  7. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 7
    Aline
    Die Medien (Zeitungen/Fernseh-/Radiomedien) sind überflüssig wie ein Kropf, wenn sie alles nachplappern, was man ihnen aus Brüssel vorkaut. Bestes Beispiel: der Begriff „Europa“. Gerade wieder bei den Wahlen in Frankreich gesehen und das Gleiche hatten wir auch schon in Griechenland, in den Niederlanden, in Großbritannien, in Italien etc.
    Es wird bewußt und gezielt der Begriff EU mit dem Begriff Europa gleichgesetzt. Da wird von Europafreund und Europafeind gesprochen, da wird davon gesprochen, dass man jemanden aus Europa werfen wolle, nämlich Griechenland (hä???) oder dass jemand Europa verlassen wolle, nämlich Großbritannien, oder jemand Europafeindlich sei, nämlich die Frau Le Pen und so weiter und so fort.
    Mannomann - Europa ist ein Kontinent. Und aus einem Kontinent kann man niemanden werfen.
    Großbritannien möchte die EU verlassen und das Recht steht ihnen zu. Frau le Pen möchte ein Referendum über einen Austritt aus der EU, nicht aus Europa, so wie es in vielen Zeitungen stand und sogar im ZDF zu hören war und weder Griechenland, Italien oder sonst einen Staat kann man aus Europa werfen, denn wie schon gesagt, Europa ist ein Kontinent. Und diese Klüngelwirtschaft in Brüssel hat es doch tatsächlich geschafft, sich selbst (EU) in den Köpfen der Leute mit Europa gleichzusetzen. Ein Großteil der Menschen/Wähler ist aber nicht gegen Europa sondern gegen die EU!!!!

  8. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 8
    Bert
    Habe mal erlebt, wie Menschen behaupteten, die Medien sein verpflichtet nur die Warheit zu berichten !
    Zu der Zeit war irgend was passiert, wo schon jeder Normal Denkende Mensch feststellen konnte, das die Medien, je nach Politischer Einnstellung, die Berichte entsprechen wieder gaben.
    Seit der Zeit Glaube ich der Bericht erstattung nicht mehr.
    Man kann es benutzen um Grund Informationen zu bekommen, aber Details muss man dann schon selber erkunden und bewerten.
    Ganz zu schweigen von Meinungen und Erzählungen der Politiker ;-)
    Da sehe ich weit über 98 % als Unwarheiten an.

    Nur eine Meinung von

    Bert

  9. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 9
    schaurein
    So und nun noch mein SENF dazu !
    Wir werden in der jetzigen Zeit 24 Stunden belogen und betrogen ,nur die wenigsten begreifen das.
    Die Medien berichten auch nur das, was von Geldgebern gewünscht wird (Werbung usw.)und was jeden einzelnen in den Medienzentralen den " Arsch" rettet.Sollte dann doch mal was unzensiert im TV gesendet werden,dann erst im Nachtprogramm.Da werden Themen hochgespielt wie es grade in den Kram passt, von Griechenlands-Finazen über NSU,Syrien,Krim,Trump,Ukreine,rechtsextrem Sachsen,AFD bis Asylanten die die Deutschlands Wirschaft retten.
    Also ich glaube nichts mehr ,nicht mal das was ich selber sehe (9.11 z.B)!
    Das einzige was ich weis es wird sich nichts ändern ,solange es der Mehrheit in "D" und anderen EU Ländern gut geht.
    Übrigens frage ich mich immer noch wie Frau Angie zu den Posten kam.(geboren in HH- in Russland studiert-usw......)
    meine eigene Meinung
    MfG.
    schaurein

  10. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 10
    Hochländer
    Pardon @schaurein, das ist ganz gewaltiger Stuss, den du da schreibst und selber Falschmeldungen verbreitest (Frau Merkel hat in Leipzig studiert und nicht in Russland)
    j.
    Geändert von Hochländer (02.05.2017 um 16:00 Uhr)

  11. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 11
    schaurein
    Ja dann sag mir mal was Stuss ist ? Klar war sie in Leipzig eingeschrieben aber zum Studentenaustausch in Russland war sie auch !

    Zitat:https://www.welt.de/politik/deutschl...la-Merkel.html

    Während eines Studentenaustausches in Moskau lernte die Pfarrerstochter ihren späteren Mann Ulrich Merkel kennen. 1977 wurden die beiden Physikstudenten von Horst Kasner in Templin getraut. Doch die Ehe hielt nicht lang.

    MfG.schaurein

    Zitat Zitat von Hochländer Beitrag anzeigen
    Pardon @schaurein, das ist ganz gewaltiger Stuss, den du da schreibst und selber Falschmeldungen verbreitest (Frau Merkel hat in Leipzig studiert und nicht in Russland)
    j.
    Geändert von schaurein (02.05.2017 um 16:14 Uhr)

  12. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 12
    pipo
    Zitat Zitat von Hochländer Beitrag anzeigen
    Pardon @schaurein, das ist ganz gewaltiger Stuss, den du da schreibst und selber Falschmeldungen verbreitest (Frau Merkel hat in Leipzig studiert und nicht in Russland)
    j.
    Es wurde hier nicht nach Fakten gefragt Hochländer!
    Darf man ja nochmal sagen dürfen!

  13. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 13
    skaergarden
    Die Netzfrauen sind der Frage nachgegangen, "Wer macht die öffentliche Meinung?" Das Ergebnis ist einfach schwindelerregend. https://netzfrauen.org/2013/12/10/te...edienkonzerne/

    Die Bezeichnung "Lügenpresse" hat die gesamte "vierte Macht" resp. "vierte Gewalt" in helle Aufregung versetzt. In diversen Talk-Shows und Stellungnahmen in Zeitungen wird dem heftig widersprochen.
    Ob man einseitig ausgerichtete Berichterstattungen der Medien als "Lügenpresse" bezeichnen kann, sei mal dahingestellt, aber eine bewusste Täuschung ist eine Lüge.

    Am 11.01.2015 hatten mehr als eine Million Menschen in Paris der Opfer des Terrors gedacht. Die Elite der internationalen Politik war da, in der "Tagesschau" und diversen Online-Zeitungen wurde unsere Bundeskanzlerin mit anderen Politikern in vorderster Reihe gezeigt, die den Trauerzug anführten. Die bewegten Bilder der "Tagesschau" wurden sinngemäß mit "Politiker führen den Trauermarsch an" kommentiert.
    Der Spiegel hat dann auch ein entsprechendes Foto gezeigt. http://www.spiegel.de/fotostrecke/tr...-122758-2.html

    Doch nur einen Tag später kam der große Knall, denn
    "Das Mitmarschieren ist konstruiert“ titelte die taz und auch andere Zeitungen korrigierten ihre Meldungen vom Vortag.

    Die Medien hätten die Inszenierung der Politikerfotos aus Paris kenntlich machen müssen, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Presserats. Zu der Frage, aus welchen Quellen genau die jeweiligen Bilder stammten, liegen mir derzeit keine detaillierten Informationen vor.*http://taz.de/!5023923/

    Eigenartig, denn unter dem abgebildeten Foto in der faz vom 11.01.2015 ist klar das © DPA zu erkennen, und unter dem Bild im Spiegel ist die Abkürzung der französischen Nachrichtenagentur AFP zu sehen.

    Der Leiter der Redaktion ARD-aktuell sagte in einem Intervieuw, dass es eine Inszenierung gewesen sei, so wie Politik immer irgendwie Inszenierung ist.

  14. Die Medien und ihre Funktionen in der Demokratie # 14
    skaergarden
    Wer mehr über die Verknüpfung von Medien, Eliten und Journalisten erfahren möchte, kann dies den Büchern von Uwe Krüger entnehmen.

    Uwe Krüger ist ein deutscher promovierter Diplom-Journalist und Medienwissenschaftler. Schwerpunkt seiner Forschung ist die Unabhängigkeit der Medien.
    Seine Dissertation "Meinungsmacht" - gibt es auch als Buch - hat große Aufmerksamkeit erregt, und natürlich gibt es Kritiker, die die wissenschaftliche Qualität anzweifeln.

    Sein Buch "Mainstream. Warum wir den Medien nicht mehr trauen" hat ebenso für Aufsehen gesorgt, wie man sich denken kann.

    Mehr über Uwe Krüger https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Kr%C3%BCger

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