• Schären Schwedens

    Die Schärengärten vor der schwedischen Küste bieten ein einzigartiges Naturerlebnis, das man sehr genau auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden kann. Durch eiszeitliche Gletscher wurden die Inseln zu teils schroffen Felsformationen, teils sanften, von Wald überzogenen Hügeln geformt. Wie viele Schären es genau gibt, ist unklar, es sind jedenfalls mehrere tausend, von kleinen, unbewohnten Felsbrocken, bis hin zu großen Inseln mit Dörfern, Fähranlegern und Straßen.

    Grundsätzliches zu den Schwedischen Schärengärten

    Schwedische SchärengärtenBesonders beliebt als Naherholungsziel für gestresste Städter ist der Stockholmer Schärengarten. Mit Auto und Fähre sind die ersten Inseln nur eine Stunde Fahrt vom Stadtzentrum entfernt, so dass zahlreiche Stockholmer dort Ferienhäuser besitzen und ihre Wochenenden in diesem Naturparadies verbringen. Während diese Schären also schon richtiggehend berühmt sind, wird oft vergessen, dass sich beinahe vor der gesamten schwedischen Künste Ansammlungen dieser kleinen Inseln befinden. And der schwedischen Westküste ziehen sich Schären, die recht felsig sind, von Göteborg bis zur norwegischen Grenze, aber auch im hohen Norden gibt es zum Beispiel zwischen Luleå und Piteå einen herrlichen Schärengarten.

    Aktivitäten auf den Schären

    Auf den Schären hat man je nach Interesse zahlreiche Aktivitäten zur Auswahl. Besonders die Stockholmer Schären sind touristisch hervorragend erschlossen. Neben den Fährverbindungen gibt es Schären-Kreuzfahrten, in deren Rahmen an einem Tag die schönsten Plätze im Schärengarten erkundet werden. Außerdem bieten sich Bootstouren, Ausflüge zum Fischen oder zur Tierbeobachtung an - zum Beispiel auf den westlichen Schären von Bohuslän gibt es Paddeltouren zu Robbenkolonien. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, ein Ferienhaus auf einer Schäre zu mieten und einfach die Natur und die Ruhe zu genießen. Mit etwas Glück hat man sogar eine ganze Insel für sich, inklusive Bademöglichkeit in der Ostsee. Dabei gibt es eine breite Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten, vom luxuriösen Hotel mit Wellness bis zur einfachen Blockhütte ohne Strom ist alles dabei. Besonders für gestresste Städter bieten die Schären eine unglaublich entspannte Urlaubsatmosphäre, wo man sich ohne Internet und Handy erholen kann.

    Auf größeren Inseln, besonders auf der größten Schäreninsel Öland vor der Südostküste Schwedens, besteht außerdem die Möglichkeit, tief in die schwedische Kultur einzutauchen: Von traditionellen Mittsommerfeiern in den Dörfern bis zu Wikingerschätzen im Museum bietet Öland neben kilometerlangen Ostseestränden ein abwechslungsreiches Kulturerlebnis. Kein Wunder also, dass hier sogar die schwedische Königsfamilie traditionell ihren Sommer verbringt. Auch kulinarisch haben die schwedischen Schärengärten einiges zu bieten: Die Küche ist stark vom umgebenden Meer geprägt und in der Saison kann man neben Fisch insbesondere frische Krabben und Hummer probieren. Als permanente Wohnorte sind allerdings nur die größeren Schären, besonders im Stockholmer Schärengarten, geeignet - auf kleineren Inseln fehlen Infrastruktur und Arbeitsplätze. Dementsprechend führt derzeit der Trend dahin, dass auch immer mehr Schweden von den Schären aufs Festland ziehen und ihre Häuser dort als Wochenend- oder Ferienresidenz behalten.

    Die schwedischen Schärengärten - auch im Winter ein lohnendes Ziel?

    Prinzipiell sind die schwedischen Schärengärten also das Sinnbild einer Sommeridylle. Aber wie sieht es dort im Winter aus? Nun, in der kalten Jahreszeit gibt es gravierende Unterschiede zwischen den Schären in den einzelnen Regionen. An der Westküste ist das Winterwetter auf den Schären recht mild, es gibt zwar Regen, aber kaum Schnee und Eis. Dementsprechend sind zum Beispiel Bootsausflüge zum Fischen an schönen Wintertagen durchaus möglich. Auch die Stockholmer Schären sind im Winter mit milderem Klima gesegnet als der Großteil des schwedischen Festlandes, allerdings wird in manchen Gebieten der Fährverkehr bei schlechtem Wetter eingestellt. Dennoch ist in den meisten Fällen ein Wochenende auf den Schären vor Stockholm auch im Winter kein Problem.

    Anders sieht es auf den nördlichen Schären aus: Im Winter kann die Ostsee um die kleinen Inseln herum durchaus gefrieren, dann sind diese Inseln von der Außenwelt nahezu abgeschnitten, weil das Meereis nicht tragfähig ist. Das Meer mildert zwar die Temperaturen im Vergleich zum Rest Lapplands etwas ab, dennoch kann es nachts unter -20 Grad gehen. Andererseits hat man in klaren, kalten Winternächten von den Schären aus mit etwas Glück einen herrlichen Blick auf Polarlichter, der nicht durch Lichtsmog aus größeren Siedlungen gestört wird. Wer also ein Wintererlebnis mit Natur pur sucht, für den können die Schären Nordschwedens genau richtig sein.