• Willkommen in Värmland

    Die schwedische Provinz Värmland befindet sich im Westen des Landes. Sie liegt direkt an der Ostgrenze zu Norwegen. Die nördliche und östliche Begrenzung von Värmland bilden die Provinzen Dalarna, Västmanland und Närke. Im Süden liegen Västergötland und Dalsland. Im Gebiet an der norwegischen Grenze erstreckt sich das Skandinavische Gebirge Kölen. Diese Gebirgsformation bildet Ausläufer, die die Provinz Värmland umschließen. Der Süden von Värmland wird von einem Land mit sanften Hügeln bestimmt. Während die Berge im Skandinavischen Gebirge Värmlands sich bis zu 700 Metern über dem Meeresspiegel erheben, finden sich im Süden der Provinz nur noch Erhöhungen, die 50 Meter nicht überschreiten. Im Südwesten Värmlands befindet sich das Ufer des Vänern, des größten Binnensees Schwedens. Die Küstenlinie ist durch viele Buchten und einem vorgelagerten großen Schärengarten gekennzeichnet. Insgesamt erstreckt sich Värmland über eine Fläche von 22.500 Quadratkilometern. In der westschwedischen Provinz leben etwa 310.000 Einwohner. Karlstad ist die Hauptstadt von Värmland.
    Värmland

    Wann ist die beste Reisezeit?

    Värmland bietet zu allen Jahreszeiten ein grandioses Naturschauspiel. Wer das Land und das Leben in Schweden kennenlernen möchte, sollte für einen ersten Besuch in Värmland die Zeit um Mittsommer auswählen. Im Juni regnet es im Vergleich zu den beiden Monaten des Hochsommers Juli und August mit statistischen sechs Regentagen weniger. Klimatisch angenehm zeigen sich auch die Monate in der Vor- und Nachsaison. Vor allem im September ist das Wetter häufig sehr gut.

    Die Sehenswürdigkeiten in Värmland

    Der Vänern ist nicht nur der größte See Schwedens, er ist auch eines der größten Binnengewässer Europas. Neben der Küste des Vänern locken in Värmland etwa 10.000 größere und kleine Seen und endlose Wälder zu einem einmaligen Naturerlebnis ein. Mitten durch die Provinz fließt auch der längste Fluss Schwedens: der Klarälv.

    In Värmland ist die Natur die größte Sehenswürdigkeit. Die Einheimischen und die Gäste Värmlands genießen es, sich auf dem Klarälv in aller Ruhe auf einem selbst gebauten Floß treiben zu lassen. Hier gibt es keine gefährlichen Strömungen. Hier kann man einfach in Ruhe die Landschaft genießen.

    Ein weiteres Abenteuer ist eine Kanutour im Naturschutzgebiet Glaskogen. Wer will, kann einen 210 Kilometer langen Weg von dem im Süden gelegenen Hammarö in Richtung Norden zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Auf diesem Weg kann man viel unberührte Natur genießen. Es finden sich jedoch auch stimmungsvolle Dörfer und Städtchen am Verlauf des Weges, in denen der Wanderer oder Biker eine gemütliche Rast einlegen kann.

    Wer nur die Seele am Ufer eines der vielen Seen baumeln lassen möchte, hat eine große Auswahl an Hütten, die er mieten kann. Fast immer ist in der Nähe jeder Wohnstätte eine mit Holz beheizte Sauna.
    Neben Kanu- und Kajakfahren, Wandern, Radfahren und Baden kann der Gast in Värmland auch zur Jagd und auf Elchsafari gehen, Biber beobachten und dem Angelsport frönen. Selbstverständlich wird in den Wintermonaten im Skandinavischen Gebirge der Wintersport ganz groß geschrieben.

    Värmland ist Selma-Lagerlöf-Land. In Sunne kann der Gast das Gut Mårbacka der Nobelpreisträgerin besuchen. Auch der schwedische Nationaldichter Gustaf Fröding hat in Värmland gelebt. In der Nähe von Karlstad steht sein Wohnhaus, das besichtigt werden kann. In der Provinzhauptstadt Karlstad laden das Värmland Museum und das Museum des berühmten Malers Lars Lerin zu einem Besuch ein. Der Wohnsitz des Stifters der alljährlich verliehenen Nobelpreise kann heute in Karlskoga als Nobelmuseum besichtigt werden.

    Gut essen – schwedische Spezialitäten

    Die Schweden lieben das tägliche Ritual, eine Zimtschnecke mit einer Tasse Kaffee zu verzehren. Dies ist auch in Värmland so. In Värmlands Wäldern gibt es viele Blaubeeren. Diese werden zu Kuchen, Marmelade, Suppen und Kompott verarbeitet. Hier kann auch Elchschinken probiert werden. Obwohl es in Schweden eine Vielzahl von Brotsorten gibt, gehört nach wie vor das Knäckebrot zu den typischen Spezialitäten. Wer im Sommer in Värmland ist, sollte auf jeden Fall zusagen, wenn er zu einem Krebsessen mit selbst gefangenen Krebsen eingeladen wird. Dazu gibt es Aquavit und Bier.

    Eine Flasche Aquavit, ein Glas Blaubeermarmelade und ein schönes Stück aus dem großen Angebot von schwedischem Kunsthandwerk sind schöne Mitbringsel von einer Reise in die Provinz Värmland.